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Lissabon: Aktivisten demonstrieren gegen Konferenz rechter Gruppen

Lissabon: Aktivisten demonstrieren gegen Konferenz rechter Gruppen
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Ein Treffen rechtsextremer Gruppierungen aus ganz Europa hat in Lissabon am Wochenende zu Protesten geführt.

Die Konferenz wurde von der portugiesischen Rechten "Nova Ordem Social" organisiert. Der Chef der Partei, Mario Machado, ist erst seit 2017 wieder auf freiem Fuß, nachdem er eine 10-jährigen Haftstrafe wegen Rassismus und illegalem Waffenbesitz abbüßen musste. Er erklärte:

"Wir respektieren die Antifa-Proteste. Sie sollen ruhig demonstrieren, denn das hilft, die Sichtbarkeit unserer Konferenz zu erhöhen. Von uns aus können sie das jedes Mal machen, wenn wir eine Veranstaltung organisieren. Das wäre sehr gut. Aber wir glauben wirklich an die Meinungsfreiheit."

Rechte Konferenz umstritten

Die Konferenz rief linke Aktivisten auf den Plan, die mit Schildern und Sprechchören durch die portugiesische Hauptstadt zogen. Sie kritisierten zudem die Regierung von Ministerpräsident António Costa, der die Konferenz genehmigt hatte.

Isabel Pires, eine der linken Aktivistinnen, sagte:

"Konferenzen wie diese, wo rassistische und faschistische Bewegungen verschiedener Länder zusammenkommen, sollten hier verboten sein. Aus unserer Sicht sollte das nicht erlaubt sein und wir hatten bereits Gelegenheit, das hier zur Sprache zu bringen. Und dabei bleibe ich."

Keine rechte Partei in Portugals Parlament

Portugal ist eines von vier Ländern in Europa, in denen es keine rechte Partei ins Parlament geschafft hat. Die rechtsextreme Nationale Erneuerungspartei PNR hatte bei den Parlamentswahlen 2015 gerade mal 0,5 Prozent erreicht.