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Russische Drohne über Ostlettland abgeschossen

Ein russischer Soldat startet eine Drohne an einem unbekannten Ort in der Ukraine, 27. Mai 2026
Russischer Soldat startet Drohne an unbekanntem Ort in der Ukraine, 27. Mai 2026 Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Europa ist seit Wochen in Alarmbereitschaft: Drohnenüberflüge in den NATO-Luftraum haben die NATO-Staaten zu Plänen für eine „Drohnenmauer“ veranlasst.

Die lettischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben am Montag eine Drohne abgeschossen, die zuvor in ihren Luftraum eingedrungen war.

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Die Nationalen Streitkräfte (NBS) erklärten, sie hätten die zuvor ausgegebene Luftraumwarnung gegen 10:30 Ortszeit wieder aufgehoben.

Die NBS verschickten Warnmeldungen auf die Mobiltelefone von Einwohnern in den östlichen Gemeinden Ludza, Balvi und Alūksne.

Ein Militärsprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Drohne sei aus Russland in den lettischen Luftraum eingeflogen.

Der Vorfall ereignete sich nur zwei Wochen, nachdem die NBS bereits eine ähnliche Warnung verschickt hatten. Damals hatten sie „mindestens ein“ unbemanntes Fluggerät im lettischen Luftraum registriert.

In einer auf X veröffentlichten Mitteilung warnten die NBS zunächst vor einer „möglichen Bedrohung“ für den Luftraum über den östlichen Regionen Ludza, Krāslava, Rēzekne und Augšdaugava. Später bestätigten sie, dass sie ein unbemanntes Luftfahrzeug entdeckt hatten.

„Suchen Sie Schutz in Gebäuden, schließen Sie Fenster und Türen und halten Sie sich an das Zwei-Wände-Prinzip“, forderten die NBS die Bevölkerung auf.

„Wenn Sie ein niedrig fliegendes, verdächtiges oder gefährliches Objekt bemerken, nähern Sie sich ihm nicht und rufen Sie die Notrufnummer 112 an. Wir informieren Sie, sobald die Gefahr vorüber ist.“

Die NBS verlegten nach eigenen Angaben zusätzliche Einheiten an die Ostgrenze Lettlands, um ihre Fähigkeiten zur Luftraumüberwachung zu stärken.

Europa steht seit Wochen in erhöhter Alarmbereitschaft denn Drohnenüberflüge in den NATO-Luftraum erreichten im vergangenen September ein bisher unbekanntes Ausmaß. Daraufhin einigten sich europäische Staats- und Regierungschefs darauf, eine „Drohnenmauer“ entlang ihrer Grenzen aufzubauen, um Drohnen, die Europas Luftraum verletzen, besser zu entdecken, zu verfolgen und abzufangen.

Im November berichteten NATO-Militärvertreter, dass die USA ein neues Drohnen-Abwehrsystem an der Ostflanke des Bündnisses stationiert haben.

Nach einer Verletzung des polnischen Luftraums kündigte NATO-Generalsekretär Mark Rutte zudem die Einrichtung des Programms „Eastern Sentry“ an. Es soll weitere russische Vorstöße abschrecken.

Einige europäische Verantwortliche sehen in den Vorfällen einen Test Moskaus, wie die NATO reagiert. Das wirft Fragen auf, wie gut das Bündnis auf mögliche Bedrohungen aus Russland vorbereitet ist.

Der Kreml wies Vorwürfe, Russland stecke hinter einigen der nicht identifizierten Drohnenflüge in Europa, als haltlos zurück.

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