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Brüssel hofft auf Umdenken in Rom

Brüssel hofft auf Umdenken in Rom
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Die Verhandlungen über die Bildung einer neuen Regierung in Rom sind für die EU beinahe ebenso wichtig wie für Italien.

Eine Koalition aus der 5-Sterne-Bewegung und der Demokratischen Partei würde die Beziehungen zu Brüssel deutlich verbessern.

Allen voran mit der Entsendung eines pro-europäischen Kommissars.

Italien würde wieder eine relevante Rolle in der europäischen Politik spielen können, meint Michele Nicoletti, Professor für politische Philosophie an der Universität Trento.

Und das könnte zu einem wichtigen Ressort innerhalb der EU-Kommission führen.

Unter der alten populistischen Regierung hatte sich das Verhältnis zwischen Rom und Brüssel dramatisch abgekühlt.

Italiens starker Mann, Innenminister Matteo Salvini, widersetzte sich Vereinbarungen, wo er nur konnte.

Deutlich sichtbar wurde das beim Thema Migration.

Doch Salvinis Problem war der italienische Haushalt, den Brüssel nicht durchgehen ließ.

Analysten sehen darin das beste Beispiel einer am Ende ratlosen populistischen Führung, die anfangs Unzufriedenheit anstachelt, dann aber Versprechen nicht einhalten kann.

Die aktuelle Krise sei ein Werk Salvinis gewesen, der lieber einen brotlosen Widerstand inszeniert habe als die Verantwortung für einen seriösen und gesetzeskonformen Haushalt zu übernehmen.

Dies sollte der Öffentlichkeit in Italien und in Europa eine wichtige Lehre sein.

Der von Salvini ausgesuchte parteilose Ministerpräsident Giuseppe Conte wechselte am Ende die Seiten.

Er brachte die 5-Sterne-Bewegung dazu, Ursula von der Leuyen mitzuwählen.

Italien soll damit seine Absicht beweisen, den Dialog mit Europa wieder zu erneuern.