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Bald ein Oscar: Lina Wertmüller und ihre "Sieben Schönheiten" (1975)

Bald ein Oscar: Lina Wertmüller und ihre "Sieben Schönheiten" (1975)
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Die Regisseurin Lina Wertmüller wird in Los Angeles mit einem Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk geehrt. Die 91-Jährige ist besonders für ihren Film «Sieben Schönheiten» aus dem Jahr 1975 bekannt, der für vier Oscars nominiert war. Als erste Frau überhaupt war sie damals für den Regie-Oscar im Rennen.

Lina Wertmüller gilt als eine der besten Filmregisseurinnen aller Zeiten. Jack Parrock von euronews traf die 91-Jährige in ihrem Haus in Rom.

Interview zur Auszeichnung

Jack Parrock: "Sie haben während Ihrer gesamten Karriere eine ganze Reihe von Auszeichnungen erhalten. Fühlt sich das für jemanden wie Sie immer noch besonders an?"

Natürlich. Das ist eine besondere Auszeichnung für mich und ich freue mich und fühle mich geehrt.
Lina Wertmüller
Filmregisseurin

Die Familiengeschichte von Lina Wertmüller überschreitet europäische Grenzen - ihr Nachname stammt aus der Schweiz.

Jack Parrock: "Ein kontroverses politisches Thema hier in Italien ist die Migrationskrise und die Art und Weise, wie die Politiker damit umgegangen sind. Wie würden Sie das in einem Film darstellen?"

Das ist ein wichtiges geschichtliches Thema, und Teil meiner eigenen Geschichte, also wäre ich so damit umgegangen, wie ich es je nach Situation für passend gehalten hätte. Wenn ich mich in eine Geschichte verliebe, folge ich ihr einfach. Es ist die Geschichte, die mich führt. Ich kann es nicht erklären, es gibt in diesem Sinne kein fertiges Skript.
Lina Wertmüller

Und obwohl sie als feministische Ikone gilt, sind einige Szenen in ihren Filmen nach der MeToo-Debatte etwas verstörend.

Jack Parrock: "Wie würden Sie eine Frau ermutigen oder wie würden Sie einer Frau raten, in einer immer noch sehr männlich dominierten Filmindustrie zu arbeiten?"

Es kommt darauf an. Zum Beispiel hat eine sehr gute Schauspielerin eine Art von Macht, die sehr oft größer ist als die eines Mannes. Also es geht nicht um das Geschlecht, sondern mehr um die Macht, die jeder von uns im Geschäft hat.
Lina Wertmüller

Zu Wertmüllers weiteren Filmen gehören «Mimi, in seiner Ehre gekränkt», «Liebe und Anarchie», «Blutfehde» und «Camorra».

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