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Kisten packen, Brexit kommt

Kisten packen, Brexit kommt
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Die Kisten werden gepackt. Am Freitag kommt Brexit.

Judith Bunting tut das Abschiednehmen weh.

Die Britin sitzt erst seit Juli im Europäischen Parlament.

Es sei absolut traurig, sagt sie. Sie habe insgesamt sechs Mitarbeiter in Großbritannien und in Brüssel, die am 31. alle ihre Jobs verlören.

Und danach sei niemand mehr da, der die Restarbeit mache.

In den Abgeordnetenbüros wird bis zum allerletzten Tag gearbeitet.

Judith Bunting saß im Industrieausschuss und in der Delegation für die Beziehungen mit Korea und Indien.

Ihr letzter Redebeitrag: über die Finanzierung von Innovation.

Man brauche mehr Transparenz bei der Vergabe von Aufträgen. Dabei düften kleine und mittelständische Betriebe nicht vernachlässigt werden.

Judith Bunting hat ihre Arbeit im Parlament sehr ernst genommen - nun wird ein Nachrücker an ihrer Stelle im Plenum sitzen.

Zu Hause in Südostengland will sie ihre Medienkarriere fortsetzen.

Gewählt wurde sie als Liberaldemokratin, die den Brexit zu verhindern suchte.

Vielleicht sei ein britische Auszeit jetzt angebracht, meint sie.

Wir sollten etwas Demut zeigen. Die EU sei fantastisch und habe Großbritannien stets unterstützt, aber wir hätten die Wahl getroffen, die EU zu verlassen.

Brexit heißt für sie, ihren Job zu verlieren.

Eines Tages, so glaubt sie, werde ihr Land diese Entscheidung bitter bereuen.

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