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"Unilateral und ohne Beratung": EU verärgert über Trumps Einreisestopp

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Vor seiner Ansprache war Trump in den USA für sein Herunterspielen der Corona-Krise kritisiert worden.
Vor seiner Ansprache war Trump in den USA für sein Herunterspielen der Corona-Krise kritisiert worden.   -   Copyright  AP Photo/ Ron Harris
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In der Nacht auf Donnerstag hat US-Präsident Donald Trump einen Quasi-Einreisestopp für Menschen aus 26 Schengen-Ländern beschlossen. Die Entscheidung traf die EU-Spitzen unerwartet. Der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel und die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen reagierten verärgert und sich den Vorwurf zurückgewiesen, die Staatengemeinschaft habe nicht genug gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.

Zuvor hatte Trump gesagt, die EU habe es versäumt, Vorsichtsmaßnahmen wie in den USA zu treffen, darunter die Einreise aus China und anderen Risikogebieten und so zur Ausbreitung des Virus in den USA beigetragen. Das "ausländische Virus" sei von europäischen Reisenden in den USA "gesät" worden.

Für Reisende aus den 26 Schengenstaaten in die USA gilt ab Freitag (Samstag, 5 Uhr MEZ) ein Einreiseverbot. Das hatte Trump in einer Fernsehansprache mitgeteilt und gesagt, dass die Entscheidung für 30 Tage gelte.

Die Beschränkung gilt nicht für Menschen mit legaler Aufenthaltsgenehmigung in den USA oder ihre Familien, wenn sie aus Europa zurückkehren. Sie gelte auch nicht für US-Bürger, die aus Europa zurückkehren, wie Trump erklärte.

Auch Großbritannien, Irland, Rumänien, Kroatien, die Ukraine und mehrere andere europäische Staaten sind ausgenommen. Warum diese Länder von der Regelung ausgenommen sind, erklärte Trump nicht.

In den USA gibt es bisher rund 1.200 Infektionen und 38 Todesfälle.