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Brüssel: Passagierrechte bleiben gesichert

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Fliegen in Zeiten des Coronavirus
Fliegen in Zeiten des Coronavirus   -   Copyright  Euronews
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Das Coronavirus ist eine Herausforderung für die Rechte von Fluggästen - denn rechtlich könnte eine höhere Gewalt vorliegen.

Seit Beginn der Krise ist der europäische Luftverkehr um 80 Prozent eingebrochen.

Die Europäische Kommission erinnerte an die geltenden Richtlinien, um den Befürchtungen von Tausenden Passagieren entgegen zu treten, die von der Lage betroffen sind.

Wenn ein Passagier nicht die Dienstleistung bekomme, für die er bezahlt habe, müsse er sein Geld zurückbekommen, so EU-Verkehrskommissarin Adina Valean.

Die Rechtslage sei eindeutig. Gutscheine seien auch möglich, wenn der Kunde sie akzeptiere.

Brüssel suche zudem nach Wegen, den Fluggesellschaften bei ihren Liquiditätsproblemen zu helfen.

Der Internationale Luftfahrtverband (IATA) schätzt, dass auf die Airlines aus der EU Rückerstattungswünsche in Höhe von neun Milliarden Euro allein bis Ende Mai zukommen.

In einer Erklärung der Branche gegenüber Euronews heisst es:

Dies könnte kurzfristig ernste finanzielle Folgen für die Unternehmen haben. EU-Mitgliedstaaten oder nationale Behörden sollten überlegen, ob sie ein System von Gutscheinen akzeptieren - und zwar als befristete Alternative zu sofortigen Rückerstattungen

Die Vorsitzende des Verkehrsauschusses des Europäischen Parlaments, Karima Delli, rief alle Beteiligten zu verantwortlichem Handeln auf.

Priorität hätten aber die Rechte der Fluggäste.

Die Mitgliedstaaten sollten Ausnahmeregelungen für die Schwächsten finden und Unternehmen sollten das Gesetz buchstabengetreu anwenden.

Unterdessen hoffen alle auf ein baldiges Ende der Krise.