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Covid-19-Triage: Wer wird aussortiert?

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Covid-19-Triage: Wer wird aussortiert?
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In den Krankenhäusern in vielen europäischen Ländern sind Ärzte und Pflegepersonal mit der neuen Coronaviruswelle an der Grenze ihrer Belastbarkeit.

Vor der Triage als letztem Ausweg, dem Auswählen bestimmter Patienten angesichts knapper Ressourcen in Notsituationen, graut vielen. An diesem Krankenhaus in Belgien wird die Triage schon praktiziert.

Chefarzt Xavier Muschart im Krankenhaus von Namur in Belgien erklärt:

"Wir müssen Patienten sortieren, das heißt entscheiden, wer stundenlang auf eine Behandlung warten muss, wer tagelang. Wir müssen uns dem eklatanten Mangel an Ressourcen anpassen, dem Mangel an Personal, wie bei allen Arten der Katastrophenmedizin, die wir international kennen."

Der Druck hat Angestellte im Gesundheitswesen vielerorts auf die Straße getrieben. In der Schweiz droht ihnen nun auch noch eine Lohnkürzung:

Aurelie Daigre sagt:

"Wir sind am Ende. Wir sind total erschöpft. Ich arbeite auf der Intensivstation. Unsere freien Tage mussten wir aufgeben. und jetzt hören wir, dass wir weniger bezahlt kriegen sollen. Das können wir nicht akzeptieren"

Italien war das erste europäische Land, das eine richtige Coronakrise durchmachen musste. Für die zweite Welle wollten die Italiener besser gewappnet sein und haben zusätzliche Intensivstationen eingerichtet.

In Kroatien wurde ein Stadion in ein Krankenhaus umgewandelt. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt weiter rasant nach oben.

Viele Länder haben Maskenpflicht eingeführt und Ausgangssperren verhängt. Ob das den Krankenhäusern hilft, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen.