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Geigen mit Mundschutz - wie Opernhäuser Corona überleben

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Geigen mit Mundschutz - wie Opernhäuser Corona überleben
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Corona im Chor und im Orchester: Die Scala-Saisoneröffnung am 7. Dezember, ein Highlight der Mailänder Kulturszene am Tag des Heiligen Ambrosius, Schutzpatron von Mailand, wird eine Gala ohne Zuschauer – ihnen bleibt nur die banale Fernsehübertragung.

In Ländern mit Lockdown wie Frankreich, versuchen Initiativen, klassische Orchester am Leben zu erhalten und sogar Aufnahmen zu organisieren – unter Beachtung der geltenden Corona-Regeln. Nicht einfach.

Olivier Lombardie, Verwaltungschef der Oper in Bordeaux:

"Die Bläser sind zwei Meter voneinander entfernt, was sehr kompliziert ist, da gemeinsame Musik nur gut wird, wenn die Musiker sich gegenseitig hören. Zwei Meter Abstand – das verlangt eine riesige Konzentration. Und die Streicher, alle Geiger, müssen auch während des Konzerts Masken tragen. Auch das ist eine besonders schwierige körperliche Übung."

Aber: Covid-Ausfall gilt nicht - die Opéra National de Bordeaux hat hinter verschlossenen Türen die komplette Oper auf CD aufgenommen, die wegen der Corona abgesagt wurde.

Künstler, Musiker und Sänger konnten so weiter zusammen spielen - wie bei einer echten Aufführung.

Stanislas de Barbeyrac, Tenor:

"Es ist ein guter Kompromiss, man kann proben und die Kunst voranbringen, auch wenn kein Publikum da ist - und diesen Mangel an Live-Kunst und Kommunikation mit Menschen überwinden, indem man was Anderes vorschlägt: Aufzeichnung oder Streaming- oder DVD-Projekte für später usw. Es ist nicht DIE Patentlösung. Aber wir haben ja auch keine Wahl."

Die private Aufnahme von "Pelléas et Mélisande", inspiriert vom Mythos von Tristan und Isolde und 1902 als Oper von Claude Debussy uraufgeführt, soll nächstes Jahr herauskommen.

su mit AP, AFP