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Bulgarien schafft eine neue Infrastruktur für Präzisionsmedizin

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Bulgarien schafft eine neue Infrastruktur für Präzisionsmedizin
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Die Universitätsklinik in Varna steht im Mittelpunkt eines EU-Projekts für personalisierte Medizin. Im Rahmen des Programms werden auch Chirurgen ausgebildet in 3D und Telemedizin sowie roboterunterstützer und minimal-invasiver Operationen. Bulgarien schafft ein Hightech-Kompetenzzentrum. Thema in dieser Smart Regions-Folge.

Das bulgarische Universitätskrankenhaus St. Marina mit 1.300 Betten modernisiert seine Infrastrukturen, um innerhalb von 5 Jahren zu einem Kompetenz- und Hightech-Forschungszentrum zu werden. Seit Dezember 2019 gibt es einen Assistenzroboter für Operationen. Eine revolutionäre Erfahrung für die Chirurgen:

"Mit der Unterstützung eines Roboters zu operieren unterscheidet sich komplett von der bisherigen Praxis des Operierens oder der minimal-invasiven Schlüsselloch-Chirurgie. Man hat wirklich das Gefühl, in den Körper des Patienten einzutauchen. Das ist völlig neu und bewegend für mich", erzählt Projektkoordinator Nikola Kolev.

Zahlen & Fakten

Das Gesamtbudget des Projekts beträgt 12,1 Millionen Euro: 85% werden von der EU-Kohäsionspolitik und 15% aus nationalen bulgarischen Fonds bereitgestellt

Bisher werden hauptsächlich Patienten mit urologischen bzw. Unterleibserkrankungen mit der neuen OP-Methode behandelt. Wie Atanas Demirov, dessen Krebs im Juni entfernt wurde.

"Professor Nikola Kolev erklärte mir die neue OP-Methode und beruhigte mich, dass alles gut gehen würde. Ich gab meine Zustimmung und ich bin sehr zufrieden mit der robotergestützten Operation."

Das Projekt umfasst 3D, Telemedizin und die Weiterbildung der Chirurgen: Die Ausbildung in robotergestützter Chirurgie in Varna wird die kommenden fünf Jahre fortgeführt. Chirurg Boris Andonov sagt:

"Wir konnten an Weiterbildungen in führenden Zentren in Europa teilzunehmen. Es gibt eines in Straßburg in Frankreich, eines in Deutschland an der Berliner Charité. Wir hatten die Gelegenheit, zahlreiche Operationen in der Bauchhöhle durchzuführen."

Das Kompetenzzentrum des Universitätskrankenhauses Varna will ein Vorbild für ganz Bulgarien werden.