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Wie Krankenhaus-Clowns Covid-19 trotzen

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Wie Krankenhaus-Clowns Covid-19 trotzen
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Patienten in Zeiten von Covid zum Lachen zu bringen, ist nicht einfach. Doch Angehörige und Krankenpersonal sind sich einig: Humor ist heute mehr denn je gefragt. Didier ist von Beruf Krankenhaus-Clown in Belgien. Viele Hospitäler in Europa erlauben Auftritte von Künstlern derzeit nicht, doch Didier fand einen Weg.

Es sei großartig, mit Patienten per Computer Kontakt zu haben, so sagt er, doch natürlich fehle dabei etwas. Ein Kind auf einem Bildschirm zu sehen sei nicht daselbe. Man spüre nicht die Atmosphäre und wisse nicht, was im Krankenzimmer geschehe. Er sehne sich daher nach den Live-Auftritten.

In Europa arbeiten etwa 40 verschiedene Organisationen von Krankenhaus-Clowns. Die meisten der Künstler haben eine Möglichkeit gefunden, auch unter Quarantäne-Bedingungen weiter zu arbeiten. Dazu gehören Online-Auftritte, andere spielen vor Fenstern, Balkons oder in Innenhöfen. Einige nutzten sogar hydraulische Lastkräne, um Patienten auf oberen Stockwerken zu erreichen. Allerdings gingen die Gagen stark zurück.

Die Mehrheit der Clown-Angenturen erwarten auch für das kommende Jahr ein niedrigeres Einkommen, so eine Branchensprecherin. Das sei hart, aber es gebe auch große Unterstützung der Öffentlichkeit. Das zeige, dass die Menschen den positiven Einfluss der Krankenhaus-Clowns auf die Patienten zu schätzen wüssten.

Die Clowns sind große Improvisatoren. SIe bekommen eine Einweisung von Ärzten, Psychologen und erfahrenen Kollegen, die von ihrer europäischen Berufsgenossenschaft akzeptiert wurden. Von Patienten wie Personal werden sie geschätzt. Doch während Didier auf Live-Auftritte weiter warten muss, geht seine Show weiter. Schließlich ist er auf einer ernsten Mission: die Menschen zum Lachen zu bringen.

Weitere Quellen • Susan Dabbous