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Covid-19 in Deutschlands Krankenhäusern: "Nehmen Probleme mit nach Hause"

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Krankenschwestern in einem Berliner Krankenhaus
Krankenschwestern in einem Berliner Krankenhaus   -   Copyright  Kay Nietfeld/(c) Copyright 2020, dpa
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In Deutschland sind am Sonntag weniger Corona-Neuinfektionen (15.741) innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden, doch noch gibt es kaum Hoffnung, dass sich die Lage entspannt.

Nach wie vor ist die Situation in deutschen Krankenhäusern alles andere als ruhig. Laut der Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) sind von bundesweit rund 28.000 zur Verfügung stehenden Intensivbetten noch etwa 6.100 frei.

Das Klinikum "Mühldorf am Inn" ist im April dieses Jahres komplett auf die Behandlung von Coronavirus-Patienten umgerüstet worden. Die Belastung wird auch für das medizinische Personal immer größer, erklärt Oberarzt Dr. Daniel Heidenkummer.

Das Problem ist sicherlich, dass die Belastung natürlich nicht mit Beendigung des Dienstes endet, auch bei den Mitarbeitern. Es wird natürlich viel von den Problemen, die tagtäglich in der Coronaversorgung entstehen, von den Mitarbeitern mit nach Hause genommen.
Dr. Daniel Heidenkummer
Oberarzt, Klinikum Mühldorf am Inn

Gesundheitssystem fast voll ausgeschöpft

Auch wenn die Intensivstationen einen etwas langsameren Anstieg an Patienten melden - von einer Trendwende kann man hier noch nicht sprechen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, würden verfrühte Lockerungen ein weiteres exponentielles Wachstum an Neuinfektionen bedeuten. Das Gesundheitswesen wäre dann schnell überlastet.

Am Mittwoch wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Offenbar geht Vizekanzler Olaf Scholz davon aus, dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssten.

Kein öffentliches Silvesterfeuerwerk in Berlin

Vom üblichen Weihnachtstrubel ist in diesem Jahr keine Spur. In mehr als 70 Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern sind die Weihnachtsmärkte bereits abgesagt.

Das Silvesterfeuerwerk am Brandenburger Tor fällt ebenfalls aus. Ein Böller-, möglicherweise auch ein Alkoholververbot auf großen Plätzen sind im Gespräch. Wie das Jahr auch ausklingen mag, es wird definitiv anders sein als sonst.