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Bahn im Überlebenskampf: Eurostar ist "durch die Maschen gefallen"

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Der Eurostar-Terminal in Paris
Der Eurostar-Terminal in Paris   -   Copyright  AFP
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Das Bahnunternehmen Eurostar steckt im Existenzkampf. Nach eigenen Angaben ist die Zahl der Fahrgäste während der Pandemie um 95 Prozent zurückgegangen.

Das Unternehmen bat die britische Regierung deshalb um Finanzhilfen. Unterstützung kam von der britischen Gruppe von Wirtschaftslobbyisten "London First".

In einem Brief an die britische Regierung, der von 28 Führungskräften unterzeichnet wurde, stellte London First fest, Eurostar sei durch die Maschen gefallen. Im Gegensatz zu einigen Fluggesellschaften habe Eurostar keine staatlich geförderten Kredite erhalten. Die wirtschftliche Erholung könnte beschädigt werden, weil Eurostar weder eine Fluggesellschaft noch ein inländisches Bahnunternehmen sei.

Das Unternehmen berichtete bereits im vergangenen November, dass die Fahrgastzahlen aufgrund von Reisebeschränkungen durch das Coronavirus seit März 2020 um 95 Prozent gefallen sind.)

Statt normalerweise zwei Zügen pro Stunde in der Hauptverkehrszeit gibt es nur noch zwei Verbindungen pro Tag von London nach Paris und Brüssel.

Eurostar gehört zu 55 Prozent der französischen Staatsbahn SNCF. Die britische Regierung verkaufte ihren Anteil an dem Unternehmen im Jahr 2015 für 757 Millionen Pfund an private Unternehmen.