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Weißes Haus will KI-Modelle nach Anthropic-Alarm vor Start prüfen

US-Präsident Donald Trump (links) und Kevin Warsh treffen im Ostsaal des Weißen Hauses zur Vereidigung Warshs als Fed-Chef am Freitag, 22. Mai, ein.
Links Präsident Donald Trump, daneben Kevin Warsh: Sie treffen zur Vereidigung Warshs als Chef der US-Notenbank im Ostsaal des Weißen Hauses am 22. Mai ein. Copyright  AP Photo/Alex Brandon
Copyright AP Photo/Alex Brandon
Von Anna Desmarais mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Donald Trumps Regierung bietet KI-Firmen laut Anordnung an, ihre Modelle freiwillig bis zu einen Monat vor der Veröffentlichung prüfen zu lassen.

Unternehmen für Künstliche Intelligenz (KI) können ihre Modelle vor der Veröffentlichung von der US-Regierung prüfen lassen. Grundlage ist ein neuer Erlass von USA-Präsident Donald Trump.

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Der Erlass schafft einen Rahmen: Bundesbehörden sollen bei den fortgeschrittensten KI-Systemen bis zu einen Monat vor der öffentlichen Einführung mögliche Risiken für die nationale Sicherheit bewerten.

Die Beteiligung der KI-Entwickler ist freiwillig.

„Fortgeschrittene KI-Fähigkeiten machen unser Land stärker. Sie bringen aber neue Fragen der nationalen Sicherheit mit sich, die abgestimmtes Handeln aller Ministerien und Behörden erfordern“, heißt es in dem Erlass.

Der Erlass setzt den US-Behörden eine Frist von 30 Tagen. In dieser Zeit sollen sie die Cyberabwehr der Regierung höher gewichten und den Zugang zu KI-Technologie ausweiten.

Außerdem sieht er eine „Clearingstelle für Cybersicherheit“ vor. Diese soll laut Erlass Schwachstellenscans für Software koordinieren und Überschneidungen vermeiden.

Trump hatte im Mai noch abgelehnt, einen KI-Erlass zu unterzeichnen. Er wollte den Innovationsvorsprung der USA gegenüber China, dem wichtigsten Rivalen bei der KI-Entwicklung, nicht gefährden.

Nach der Veröffentlichung des neuen Cybersicherheitsmodells Mythos durch Anthropic änderten US-Regierungsvertreter jedoch ihren Kurs bei der Bewertung von KI-Systemen. Führende Mitglieder von Trumps Administration warnten Unternehmenschefs vor Mythos, nachdem bekanntgeworden war, dass das Modell angeblich in der Lage ist, Sicherheitslücken in Software weltweit aufzuspüren.

Bisher stellte Anthropic Mythos nur einem kleinen Kreis von Partnern zur Verfügung. Am Dienstag kündigte das Unternehmen an, weiteren 150 Organisationen Zugang zu gewähren. Nach Angaben US-amerikanischer Medien könnte dazu auch die Europäische Kommission gehören.

Anthropic bezeichnete Trumps neuen Erlass nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press als „wichtigen Schritt zur Stärkung der Spitzenposition der USA im KI-Bereich“ und erklärte, man wolle eng mit dem Weißen Haus an der Umsetzung zusammenarbeiten.

Der wichtigste Rivale Anthrophics, der ChatGPT-Entwickler OpenAI, nannte die Richtlinie ebenfalls einen wichtigen Schritt, ebenso wie Google.

„Mit dem weiteren Fortschritt der KI sollten wir wirksame Sicherheitsrahmen in demokratischen Institutionen entwickeln. Sie müssen auf technischer Expertise und breiter Beteiligung verschiedener Interessengruppen beruhen, um Verantwortlichkeit und Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken“, erklärte Chris Lehane, OpenAIs oberster Verantwortlicher für internationale Beziehungen.

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