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Tod und Triumph am K2: Spanischer Bergsteiger stirbt, Sherpas gelingt erster Winteraufstieg

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Von Euronews mit dpa
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Der K2 im Karakorum.
Der K2 im Karakorum.   -   Copyright  Maria Ly via Wikimedia CC.2.0
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Beim Versuch, den K2 erstmals im Winter zu besteigen, ist der spanische Extrembergsteiger Sergi Mingote tödlich verunglückt. "Er wollte Geschichte schreiben und ein tragischer Unfall setzte seinem Leben ein Ende", schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf Twitter.

Mingote kam am Samstag ums Leben. Laut dem Sekretär des Alpinclubs von Pakistan, Karrar Haidri, stürzte er auf dem Weg ins Basislager etwa 800 Meter tief. Die Leiche wurde von der pakistanischen Armee geborgen.

Der 49-jährige Mingote hatte laut seiner Homepage bereits zehn Achttausender bestiegen. Den Mount Everest bezwang er demnach von der Süd- und von der Nordseite und den K2 im Alleingang und ohne künstlichen Sauerstoff. Er hatte sich auch zum Ziel gesetzt, alle 14 Achttausender ohne Sauerstoff binnen 1000 Tagen zu besteigen.

Ebenfalls am Samstag gelang dagegen einem Team von zehn nepalesischen Sherpas die erste Winterbesteigung des K2. Am Sonntag kehrten die Teilnehmer zurück, im pakistanischen Shigar wurden sie bei einer Feier geehrt.

Der 8611 Meter hohe Gipfel im Karakorum in Pakistan ist der zweithöchste Berg der Welt. Er gilt als extrem schwierig zu erklettern. Derzeit sind mehrere Expeditionen am K2 unterwegs. Bisher war der K2 der einzige der 14 Achttausender der Welt, der noch nie im Winter bezwungen wurde.

Er gilt als weit anspruchsvoller als der knapp 8849 Meter hohe Mount Everest, der höchste Berg der Welt. Gründe sind unter anderem die steile Route, die teils heftigen Winde und die Lawinengefahr. Bisher haben ihn nur rund 300 Menschen bestiegen. 2008 wurden elf Bergsteiger von einer Lawine getötet.