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G7 rufen globale Unternehmenssteuer-Reform aus

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Von su  mit dpa, AFP
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G7 rufen globale Unternehmenssteuer-Reform aus
Copyright  Henry Nicholls/AP

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die Finanzminister der G7-Staaten in London auf eine globale Steuerreform geeinigt. Neben einer Mindeststeuer von 15 Prozent auf Unternehmensgewinne soll auch dafür gesorgt werden, dass Großkonzerne künftig dort Steuern zahlen, wo sie ihre Umsätze machen, so eine gemeinsame Erklärung der G7.

Rishi Sunak, britischer Finanzminister:

“Es ist fast ein Jahrzehnt der Diskussionen gebraucht, bis heute hier bei den G7 endlich eine Einigung zustandegekommen ist. Dies ist ein historischer Moment, aber noch nicht das Ende der Reise: Der nächste Schritt ist der G20-Gipfel unter dem Vorsitz meines Kollegen Daniele (Franco), wir freuen uns, nächsten Monat in Venedig zu sein, um diese Diskussionen in dieser Gruppe und darüber hinaus über die OECD abzuschließen.”

Auch der deutsche Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sprach von einer «Steuerrevolution». Der Durchbruch gilt als wichtige Grundlage für eine weitere Einigung der G20-Staaten.

Rishi Sunak, britischer Finanzminister:

„Diese Vereinbarung stellt sicher, dass wir mit einem Mindeststeuersatz erreichen können, dass Länder und Unternehmen überall dort, wo sie tätig sind, gleiche Wettbewerbsbedingungen haben und dass sie die richtigen Steuern an den richtigen Orten zahlen. zum richtigen Zeitpunkt. Und dieser Grundsatz der Fairness ist meiner Meinung nach ein großer Gewinn für alle."

GAFA-STANDORTWETTBEWERB

Großkonzerne wie Apple und Google nutzen bislang oft Steueroasen, um möglichst wenig Steuern zahlen zu müssen.

Bisher werden Unternehmensteuern nur am Firmensitz fällig, aber nicht in den Ländern, wo die Konzerne aktiv sind, bei vielen Digitalunternehmen ist das oft fast die ganze Welt. Das führte dazu, dass viele Unternehmen ihren Firmensitz in Länder mit niedrigeren Unternehmensteuern verlagerten – ein Faktor im Standortwettbewerb.

Die G7-Staaten sind Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, die USA, Japan und Kanada.

su mit dpa, AFP