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Internationales Filmfestival von Taschkent: Neue Impulse für die Filmindustrie

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Internationales Filmfestival von Taschkent: Neue Impulse für die Filmindustrie
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Die Hauptstadt Usbekistans hat Gäste aus der ganzen Welt zum ersten Internationalen Filmfestival von Taschkent seit 24 Jahren empfangen. Gefeiert wird eine neue Generation von Filmemachern. Man will dem zentralasiatischen Kino durch einen Austausch von Ideen und Möglichkeiten neue Impulse geben.

100 Jahre Kino in Usbekistan

Das Internationale Filmfestival von Taschkent meldet sich nach einer langen Pause mit einer Reihe von prominenten Gästen wie Gérard Depardieu und Steven Seagal zurück. Das Wettbewerbsprogramm konzentriert sich auf junge Filmemacher.

"Das Kino in Usbekistan ist 100 Jahre alt, es war also an der Zeit, der Jugend Raum zu geben", sagt der französische Regisseur Luc Besson.

Alle Kurzfilme im Wettbewerb wurden in nur fünf Tagen in ganz Usbekistan gedreht. Der Grand Prix ging an den Streifen "On the Silk road". Die alte Handelsroute gab auch dem Filmfestival selbst seinen Namen - "Perle der Seidenstraße".

"Für uns war es wichtig, an diesem Filmfestival teilzunehmen, um die Arbeit unserer Kollegen aus Ländern wie Kirgisistan, Tadschikistan und Spanien zu sehen", sagt der Gewinner Sherzod Nazarov. "Wir sind alle Freunde geworden - und das ist das Wichtigste, meiner Meinung nach."

Madina Makhmudova wurde für die beste weibliche Rolle in dem Film des jungen usbekischen Regisseurs Saidalokhan Masudkhanov ausgezeichnet, der auch mit einem Sonderpreis der Jury gewürdigt wurde.

"Unser Film trägt den Titel 'Objektiv' oder 'Die Linse'. Wir folgen der Hauptfigur durch das Auge einer Kamera", erklärt Saidalokhan Masudkhanov. "Es ist ein Film über die Liebe. Wir haben versucht zu experimentieren, und ich glaube, es ist uns gelungen."

Kreative Experimente

Kreative Experimente stehen im Mittelpunkt des Festivals, das sich zu einem regionalen Zentrum für Innovationen in der Filmindustrie in ganz Zentralasien entwickeln will. In diesem Jahr kamen mehr als 350 Filmemacher aus über 40 Ländern.

"Unser Ziel ist es, die Arbeiten von Filmemachern aus der ganzen Welt zu bündeln, eine leistungsfähige Plattform zu schaffen, um hier, am Rande unseres Filmfestivals, gute Ideen zu diskutieren und Projekte auszutauschen. Sie sollen der Entwicklung der usbekischen Filmindustrie neue Impulse geben", so der Präsident des Taschkenter Filmfestivals Firdavs Abduxoliqov.

Lange und bedeutende Geschichte des Filmfestivals

Dieser Grundgedanke hat seinen Ursprung in der Geschichte des Internationalen Filmfestivals von Taschkent, das seit 1968 ein bedeutendes Forum für innovative Filmemacher aus Asien, Afrika und Lateinamerika war. Die lange Pause begann 1997 - bis das Taschkenter Filmfestival in diesem Jahr durch die Entscheidung des usbekischen Präsidenten offiziell wiederbelebt wurde. Das aktuelle Programm umfasst eine Vielzahl von Workshops und Meisterklassen für junge Filmemacher.

"Junge Filmemacher können sich hier viel praktisches Wissen aneignen - wie sie ihr Erstlingswerk in Angriff nehmen, welche Innovationen es gibt, wie die Filmindustrie im Zeitalter der Online-Plattformen und der Entwicklung des Internets funktioniert", so die Produzentin Anna Gudkova. "Jede dieser Veranstaltungen ist äußerst informativ, nützlich und bietet vor allem auch die Möglichkeit, sich zu treffen und miteinander in Kontakt zu kommen, was eine der Grundlagen dieses Berufs ist."

Das wiederbelebte Internationale Filmfestival von Taschkent soll zu einem jährlichen Ereignis werden - auch im nächsten Jahr wird es Gäste aus aller Welt anziehen.