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Klimamarsch in Brüssel: Tausende machen vor COP26 Druck

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Von Méabh Mc Mahon
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Klimamarsch in Brüssel: Tausende machen vor COP26 Druck
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Zehntausende Demonstranten haben am ersten großen Klimamarsch in Brüssel seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie teilgenommen - nur wenige Wochen vor der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow. Sie fordern ein schnelleres Handeln der Politiker im Kampf gegen den Klimawandel.

Die EU hat einen Plan, das erklärte Ziel ist es, bis 2050 klimaneutral zu sein. "Zu wenig, zu spät. Sie reden über 2050, 2030, aber sie müssen jetzt handeln", sagt Koen Platevoet von der belgischen Organisation von "Grandparents for Climate".

Aber werden die Menschen, die für mehr Klimaschutz demonstrieren, auch bereit sind, den Preis dafür zu zahlen? "Das ist die große Schwierigkeit", merkt Koen Platevoet an. Aber man warte schon seit 30 Jahren, seit 1992, seit Rio, und die Politiker hätten fast nichts gemacht.

Unter den Protestteilnehmer:innen ist eine Gruppe junger Pfadfinderinnen. Sie dürfen zwar noch nicht wählen, aber ihre Rufe nach Veränderung gehören zu den lautesten im Demonstrationszug. Für ihre Generation steht das Klima an erster Stelle.

"Wir zahlen noch nicht, wir sind noch zu jung, aber in unseren Zeltlagern machen wir null Abfall", sagt eine von ihnen. Trotz der festivalähnlichen Atmosphäre vermitteln die jungen wie alten Demonstrant:innen die Dringlichkeit der Situation.

Spätestens seit den jüngsten Überschwemmungen in Deutschland und Belgien können die Politiker nicht mehr ignorieren, dass der Klimawandel bereits stattfindet, sagt Mitorganisator Nicolas van Nuffel.

"Wir müssen alle unsere Gebäude umbauen, wir brauchen öffentliche Verkehrsmittel und wir brauchen Geld. Der Aufbau-Plan Next Generation EU ist ein guter erster Schritt, aber er ist absolut nicht ausreichend", so der Vorsitzende von "Rise for Climate Belgien".

Nicolas van Nuffel hofft, dass die EU und Belgien nicht mit leeren Händen zur COP26 gehen. "Das Wichtigste, was wir auf der COP brauchen, ist eine Verhandlung über die angestrebten Ziele, die Reduzierung unserer Emissionen und Geld für die Entwicklungsländer."