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Comedy und Satire aus Brüssel - worüber Bürokraten lachen können

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Von Méabh Mc Mahon
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Comedy und Satire aus Brüssel - worüber Bürokraten lachen können
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Angela Merkel und Donald Trump, wie Sie sie nie gesehen haben.

Trump: Feiern Sie auch das schottische Erbe sowie ich?

Merkel: Ich heiße Angela Merkel, nicht Angela Macintosh

Trump: Verstehe.

Merkel: Sie verstehen etwas? Daran zweifle ich...

Den Politikbetrieb der EU durch den Kakao zu ziehen - darum geht es in einer neuen Comedy in Brüssel. Ihr Name: Schuman Show, ein Wortspiel mit dem dystopischen Film Truman Show und EU-Gründervater Robert Schuman.

Die Darsteller wollen von Europa, dass es sich weniger ernst nimmt. Zwar steht Brüssel im Ruf, langweilig zu sein, doch für Satiriker gibt es viel Arbeitsstoff.

Manchmal sei die Wahrheit seltsamer als die Fiktion, meint der Darsteller Craig Winneker. Man könne sich einen Spaß aus Presseerklärungen machen, die die Kommission herausgeben KÖNNTE - und dann am nächsten komme genau eine solche Erklärung heraus, die man eben noch satirisch verarbeitet habe.

Doch finden Brüsseler Bürokraten das lustig?

Ja, auf jeden Fall, sagt Darstellerin Louise Larnach Day, denn Politiker seien eitel und würden es lieben, wenn sie öffentlich durch den Kakao gezogen würden.

Die Darsteller sind ehemalige EU-Beamte und Journalisten, denen Europa sehr am Herzen liegt. Sie glauben, dass Comedy das beste Mittel sei, die Skepsis der Bürger gegenüber den EU-Institutionen zu überwinden. Lachen ist eben die beste Medizin.

Die Schuman Show ist eine Mischung aus Late Night-Unterhaltung und politischer Satire. Witz und Tiefsinnigkeit sind für die Darsteller nicht nur künstlerische Stilmittel, sondern auch ein Mittel, die Demokratie zu verteidigen.

Es sei sehr wichtig, allen gegenüber kritisch zu sein - wichtig für die Demokratie und wichtig für mich, sagt Darsteller Tristan Barber.

Die Schuman Show tritt einmal im Monat vor einem weitgehend europäischen Publikum auf. Doch das Ensemble hofft, auch Menschen außerhalb des Brüsseler Politikbetriebs zu erreichen.

Journalist • Stefan Grobe