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"Polizeilicher Ansprache nicht zugänglich": 5.000 gehen in München auf die Straße

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Von Alexandra Leistner
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Querdenker und Gegendemos: Seit der Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie gibt es in ganz Deutschland immer wieder Protestaktionen.
Querdenker und Gegendemos: Seit der Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie gibt es in ganz Deutschland immer wieder Protestaktionen.   -   Copyright  Lino Mirgeler/dpa via AP

In München haben sich am Mittwochabend rund 5.000 Menschen versammelt, um gegen Corona-Maßnahmen zu protestieren. Wie die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt mitteilte, wurde eine geplante Demonstration zu "infektionsschutzrechtlichen Maßnahmen" zuvor durch den Anmelder abgesagt. Stattdessen wurde in Chatgruppen zu "Spaziergängen" aufgerufen.

Wie der Journalist Jonas Miller in sozialen Medien berichtete, trugen viele der Demonstrant:innen keine Masken, auch Abstandsempfehlungen zwischen den Menschen wurden nicht eingehalten.

Die versammelten Menschen riefen "Widerstand" und "Freiheit", manche Personen trugen auch impfkritische Plakate.

Aufnahmen eines freien Journalisten zeigen, wie Demonstrierende eine Polizeikette durchbrechen.

Aggressive Stimmung

"Die Personen waren polizeilicher Ansprache nicht zugänglich. Die Ansammlung, welche Versammlungscharakter hatte, bewegte sich daraufhin wieder zurück Richtung Ludwigstraße, wo sie im Bereich des Siegestors erneut gestoppt werden konnte", schreibt die Polizei in einer vorläufigen Bilanz zum Geschehen.

Teilweise eskalierte die von der Polizei als "aggressiv" beschrieben Stimmung. Es kam zum Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken. Auch ein Medienvertreter wurde angegriffen, eine Person wurde in diesem Zusammenhang festgenommen.

"Personen, welche zum Teil sogar Kinder dabei hatten, verhielten sich respektlos und beleidigend gegenüber den eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten", schreibt die Polizei weiter.

Insgesamt wurden bei dem Einsatz mit 500 Beamten laut Polizeibericht 11 Personen festgenommen, 14 Delikte wurden zur Anzeige gebracht.

Kleine Gegendemo

Wie die Polizei weiter berichtete, protestierten gleichzeitig auf dem Odeonsplatz rund 160 Menschen gegen sogenannte Querdenker. Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis "Solidarität statt Schwurbel" von Linken, der Grünen Jugend und anderen Gruppen.

Wer sich in Bayern gegen Covid19 impfen lassen möchte, kann das in einigen Impfzentren auch über Weihnachten und Silvester tun. Teilweise wurden die Öffnungszeiten bis 22 Uhr erweitert.