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Somalias WM-Schiedsrichter Omar Artan nach US-Einreiseverbot daheim gefeiert

Schiedsrichter Omar Artan in der Bildmitte zeigt im Finale der CAF Champions League zwischen AS FAR Rabat und Mamelodi Sundowns in Rabat, Marokko, am 24. Mai einen Elfmeter an.
Schiedsrichter Omar Artan in der Mitte zeigt im CAF-Champions-League-Finale zwischen AS FAR Rabat und Mamelodi Sundowns in Rabat, Marokko, am 24. Mai auf Strafstoß. Copyright  AP Photo
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Andrew Giuliani, der die Taskforce des Weißen Hauses zur Fußball-WM anführt, sagte, Artan sei aus einem sehr guten Grund nicht in die USA gelassen worden. Details nannte er nicht.

Der somalische Fußballschiedsrichter Omar Artan ist am Mittwoch in seine Heimat zurückgekehrt. Am Flughafen empfingen ihn zahlreiche Fans und Medienvertreter, nachdem ihm vor der FIFA-Weltmeisterschaft die Einreise in die USA verweigert worden war.

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Am Aden-Adde-Internationalen Flughafen in Mogadischu versammelten sich Menschenmengen, schwenkten somalische Flaggen und hielten Plakate in die Höhe. Fotografen drängten sich, um Bilder des Schiedsrichters zu machen, als er das Rollfeld betrat.

Artan zählt zu den weltweit bestbewerteten Unparteiischen. Er stand kurz davor, als erster Schiedsrichter aus Somalia ein WM-Spiel zu leiten, bevor ihm in der vergangenen Woche am Flughafen Miami die Einreise in die USA verweigert wurde.

Somalia gehört zu jenen Staaten, für deren Bürger US-Präsident Donald Trump ein Einreiseverbot verhängt hat. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus verfolgt er einen deutlich härteren Kurs in der Einwanderungspolitik.

Der „New York Times“ sagte Artan am Dienstag, US-Grenzbeamte hätten ihn zu seinen Papieren und seiner Laufbahn befragt – elf Stunden lang. Danach habe man ihn in eine Zelle gebracht und schließlich nach Istanbul ausgeflogen.

„Ich bin sehr, sehr enttäuscht“, sagte er der Zeitung.

„Ich bin doch nur ein Schiedsrichter, der versucht, sich seinen Lebenstraum zu erfüllen – meinen größten Traum überhaupt: zur Weltmeisterschaft zu fahren“, sagte er weiter und betonte, er habe „die richtigen Papiere“ und „das richtige Visum“ gehabt.

Vom Büro des somalischen Premierministers verbreitetes Bild.
Vom Büro des somalischen Premierministers verbreitetes Bild. Nasra Bashir Ali/X

Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP erklärte, Artan sei nach einer routinemäßigen Kontrolle die Einreise verweigert worden.

„Während der Abfertigung wurde der Reisende einer zusätzlichen Kontrolle unterzogen. Das sei ein routinemäßiger Teil des Prüfverfahrens, wenn Beamte Angaben überprüfen oder die Zulässigkeit der Einreise feststellen müssten“, teilte die Behörde mit. „Nach der Kontrolle sei der Reisende, ein Schiedsrichter der FIFA-Weltmeisterschaft, wegen Sicherheitsbedenken als nicht einreiseberechtigt eingestuft und zurückgewiesen worden.“

Andrew Giuliani, der die Taskforce des Weißen Hauses für die Fußball-WM leitet, sagte, die Einreisesperre habe einen „sehr guten Grund“ gehabt. Er unterstütze die Entscheidung, nannte jedoch keine weiteren Details.

Ein US-Beamter erklärte später, dem Schiedsrichter sei die Einreise wegen einer „Verbindung zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“ verweigert worden. Der Beamte sprach unter der Bedingung der Anonymität, da der Fall unter Datenschutzbestimmungen für Visaangelegenheiten fällt.

Somalia gehört zu den fast 40 Ländern, deren Staatsangehörigen im Zuge der verschärften Einwanderungspolitik der Trump-Regierung die Einreise untersagt ist. Somalische Behörden vermuten, dass Artan aufgrund dieser Beschränkungen abgewiesen worden sein könnte.

Die Grenzkontrollen stehen im Vorfeld der WM 2026 im Mittelpunkt. Mehrere Nationalmannschaften beklagen Visa-Probleme und zusätzliche Sicherheitsauflagen.

Die Entscheidung, Artan die Einreise zu verweigern, stößt in der Fußballwelt und darüber hinaus auf deutliche Kritik.

Ian Wright, Legende des englischen Fußballs und von Arsenal, stellte infrage, ob das Vorgehen im „Geist des Fußballs“ sei, und sprach von einer „Chaos-WM“.

„Ich habe Mitgefühl mit den amerikanischen Fans, die sich so sehr auf dieses Turnier freuen“, sagte er in einem Video in sozialen Netzwerken. „Wie peinlich das für sie sein muss.“

Auch der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte sich und sprach Artan seine Unterstützung aus.

„Das wird nicht das Ende deiner Geschichte auf der Weltbühne sein“, sagte er.

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