Der Außenbeauftragte verspricht die Hilfe der EU, bei der Behandlung von durch israelische Angriffe verletzten Kindern aus dem Gazastreifen in Ägypten.
In Ägypten hat der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell Gespräche mit dem Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi über die humanitäre Lage der Menschen im Gazastreifen geführt. Dabei geht es auch um einen möglichen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas im seit 10 Monaten andauernden Krieg, in dem fast 41.000 Palästinenser im Gazastreifen getötet wurden - vor allem Frauen und Kinder.
Guterres: Beispielloses Leid in Gaza
Der UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP: "Das Ausmaß des Leids, das wir in Gaza erleben, ist beispiellos in meiner Amtszeit als Generalsekretär der Vereinten Nationen. Ich habe noch nie ein solches Ausmaß an Tod und Zerstörung gesehen, wie wir es in den letzten Monaten in Gaza erlebt haben.“
Borrell: Grenzübergang Rafah muss offen bleiben
Nach den Gesprächen in Kairo reiste Josep Borrell an den Grenzübergang Rafah und forderte Israel dazu auf, diesen im Gazastreifen wieder zu öffen. Er sagte: "Das Dringendste ist, dass diese Krankenwagen hineinkommen und die Verwundeten aufnehmen können. Deshalb ist die Europäische Union bereit, ihre logistischen Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, um die Grenze wieder zu öffnen und europäisches Personal auf der anderen Seite der Grenze einzusetzen, um die Grenze zu offenzuhalten."
Israels Armee hat den Grenzübergang Rafah im Gazastreifen vor Monaten geschlossen. Zuvor liefen sowohl Krankentransporte als auch Lebensmittellieferungen über Rafah.
Die EU will Ägypten verstärkt bei der Behandlung von durch israelische Angriffe verletzte Kinder aus dem Gazastreifen unterstützen. Viele sehr schwer verwundete Kinder werden in ägyptischen Krankenhäusern operiert und versorgt.
Nach Ägypten besucht Josep Borrell den Libanon, um über die Rolle der Verantwortlichen in Beirut beim Abbau von Spannungen in der Region zu beraten.