Hurrikan Milton hat Florida als Sturm der Kategorie 3 getroffen und massive Verwüstungen angerichtet. Mehrere Tornados verursachten schwere Schäden. Es gibt Berichte über Todesfälle und Millionen Menschen sind ohne Strom. Die Rettungsmaßnahmen sind in vollem Gange.
Hurrikan Milton ist in der Nacht auf die Küste Floridas getroffen und hat als Sturm der Kategorie 3 schwere Verwüstungen hinterlassen.
Der Sturm brachte mehrere starke Tornados mit sich, die Millionen von Menschen ohne Strom zurückließen und bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben. Die genaue Zahl der Opfer ist noch unklar, da die Such- und Rettungsmaßnahmen erst nach dem Abflauen des Sturms beginnen konnten.
Zerstörungen in Tampa und Umgebung
In der Bucht von Tampa, einer Stadt an der Golfküste Floridas, wurde unter anderem das Dach eines Stadions durch die extremen Winde zerstört. Mehrere Baukräne wurden von den Böen umgerissen. Videos auf sozialen Medien zeigen weitreichende Zerstörungen an Gebäuden und Infrastruktur.
Über 2,6 Millionen Haushalte und Unternehmen sind nach Angaben von poweroutage.us ohne Strom. Die schwersten Stromausfälle wurden aus den Bezirken Sarasota und Manatee gemeldet, wo der Sturm auf Land traf.
Tornados sorgen für zusätzliche Zerstörung
Noch bevor der Hurrikan an Land ging, verursachte er eine Serie ungewöhnlich starker Tornados. "Es ist definitiv außergewöhnlich", sagte Victor Gensini, Meteorologieprofessor an der Northern Illinois University.
"Hurrikane verursachen Tornados, aber normalerweise sind diese nicht so stark. Was wir heute gesehen haben, erinnert eher an die Tornados, die wir im Frühling in den Great Plains sehen."
Evakuierungsaufrufe von Biden und lokalen Behörden
US-Präsident Joe Biden forderte Tausende Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen, bevor der Sturm das Festland erreichte. Er nannte den Hurrikan "den Sturm des Jahrhunderts" und versprach umfangreiche Hilfsmaßnahmen.
Die Regierung werde 20 Millionen Mahlzeiten, 40 Millionen Liter Wasser sowie militärische Einheiten und Such- und Rettungsteams zur Verfügung stellen.
Cathie Perkins, die Leiterin des Katastrophenschutzes im Bezirk Pinellas, warnte die Einwohner eindringlich: „Für diejenigen, die schon bei Hurrikan Helene getroffen wurden, wird das hier ein Knockout. Ihr müsst jetzt gehen, wenn ihr in Sicherheit sein wollt.“
Floridas Küste unter Schock
Die Region hatte sich noch nicht von den Folgen des Hurrikans Helene erholt, der nur zwei Wochen zuvor schwere Überschwemmungen verursacht und mindestens 230 Menschen das Leben gekostet hatte. Viele Einwohner hatten kaum Zeit, sich auf Milton vorzubereiten, und einige blieben in ihren Häusern eingeschlossen, als der Sturm nahte.
Am Donnerstagmorgen schwächte sich der Sturm zu einem Hurrikan der Kategorie 1 ab. Experten warnen jedoch weiterhin vor gefährlichen Winden und möglichen Überschwemmungen, die weitere Schäden an der Infrastruktur verursachen könnten.
Die Rettungs- und Aufräumarbeiten werden in den kommenden Tagen fortgesetzt, während die Behörden die Situation überwachen und den Betroffenen Hilfe zukommen lassen.