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Google mietet SpaceX/AI-Supercomputer für 920 Mio. Dollar pro Monat vor Börsengang

Google-Chef Sundar Pichai (links) und Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk treffen vor der 60. US-Präsidentenvereidigung in der Rotunde des Kapitols in Washington ein.
Google-Chef Sundar Pichai (links) und Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk treffen vor der 60. US-Präsidentschaftsvereidigung in der Rotunde des Kapitols in Washington ein. Copyright  AP
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Von Sertac Aktan
Zuerst veröffentlicht am
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Google mietet Rechenkraft bei SpaceX für 30 Milliarden Dollar: 920 Millionen Dollar pro Monat bis Juni 2029, kurz vor dem erwarteten Börsengang. Zuvor hatte SpaceX im Februar 2026 xAI samt großer Rechenzentren übernommen.

Google hat mit SpaceX einen Vertrag über die Anmietung von Rechenkapazität geschlossen. Dafür zahlt der Konzern 920 Millionen Euro pro Monat, zunächst für 32 Monate.

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Damit kehren sich die Rollen um. Noch vor fünf Jahren stellte Google SpaceX Rechenressourcen zur Verfügung, damit das Unternehmen über seine Starlink-Satelliten Internetdienste anbieten konnte.

Seit SpaceX im Februar 2026 das KI-Unternehmen xAI übernommen hat – beide Firmen gehören Elon Musk – betreibt der Konzern in den USA mehrere riesige Rechenzentren. Intern heißen sie „Colossus“. Ihre Gesamtleistung liegt bei mehr als 2 GW. Das kombinierte Gebilde „SpaceX/AI“ bringt es laut Schätzungen inzwischen auf einen Wert von 1,25 Billionen US‑Dollar.

Die Vereinbarung mit Google wurde wenige Tage vor dem geplanten Börsengang von SpaceX bekannt. Bereits im Mai hatte SpaceX ein ähnliches Abkommen mit Anthropic gemeldet.

Googles Mutterkonzern Alphabet war bereits 2015 bei SpaceX eingestiegen, damals lag die Bewertung bei nur zwölf Milliarden US‑Dollar. Heute peilt SpaceX beim Börsengang einen Wert von mehr als 1,75 Billionen US‑Dollar an. Der neue Vertrag mit Google dürfte diese Bewertung weiter nach oben treiben.

„Wir sind überzeugt, dass unsere Compute-Infrastruktur und die zugehörige Strategie uns große Flexibilität verschaffen, wie wir Kapazitäten verteilen und vermarkten“, schreibt SpaceX im Börsenprospekt im Abschnitt „Compute-Dienstleistungsverträge mit Dritten“.

Über hunderttausend Spezialprozessoren

Laut einer Pflichtmitteilung vom Freitag wird Google in den Rechenzentren von SpaceX 110.000 Nvidia-GPUs sowie Prozessor- und Speichermodule nutzen.

Das Nutzungsfenster läuft von Oktober 2026 bis Juni 2029.

Die Pflichtmitteilung von SpaceX
Die Pflichtmitteilung von SpaceX Euronews

Vereinbart ist auch eine Ausstiegsklausel: Liefert SpaceX bis zum 30. September 2026 keinen Zugang zu der zugesagten Zahl an GPUs, kann Google den Vertrag nach einer einmonatigen Nachfrist sofort kündigen oder die geringere Menge zu einem reduzierten Preis akzeptieren.

Die Vereinbarung mit Google ist das zweite große Infrastrukturgeschäft, das SpaceX seit der Fusion mit xAI bekanntgibt.

Google will seine Kapazitäten ausbauen, um die wachsende Nachfrage nach KI-Plattformen und Agenten zu bedienen, vor allem bei Großkunden, meldet NBC.

Musks KI-Modell Grok schreibt zwar noch keine Gewinne. Der reichste Unternehmer der Welt präsentiert die Abkommen mit Google und Anthropic jedoch als Beleg dafür, dass sich die massiven Investitionen in Rechenzentren auszahlen.

Gleichzeitig löst über Grok erzeugte Deepfake-Pornografie weltweit eine regulatorische Gegenreaktion gegen xAI aus. Das Unternehmen sieht sich mit mehreren Klagen und Ermittlungen von Behörden wegen nicht einvernehmlicher expliziter Inhalte konfrontiert; hohe Geldbußen sind möglich. Allein im Vereinigten Königreich können Verstöße gegen den Datenschutz nach dem UK‑GDPR mit Strafen von bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden.

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