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Geheimtunnel von Belarus nach Polen: 180 Migranten entdeckt

Festgenommene illegale Migranten an der polnisch-weißrussischen Grenze.
Festgenommene illegale Migranten an der polnisch-weißrussischen Grenze. Copyright  Straż Graniczna.
Copyright Straż Graniczna.
Von Mateusz Jaronski & Jan Bolanowski & Paweł Głogowski
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Mehr als 180 Ausländer sind über einen Tunnel unter der Grenze zu Belarus illegal nach Polen gelangt. Die meisten Migranten wurden bereits festgenommen, nach den übrigen wird weiterhin gesucht.

Am Donnerstag deckten Grenzschutzbeamte den illegalen Grenzübertritt von mehr als 180 Ausländern über die polnisch-belarussischen Grenze auf.

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Die Migranten hatten über einen Tunnel polnisches Gebiet erreicht, der unter einem Damm nahe Narewka in der Region Podlasie gegraben worden war.

Dank integrierter elektronischer Systeme konnten die Beamten die Personen rasch lokalisieren, nachdem sie die Unterführung passiert hatten. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits mehr als 130 Migranten aufgegriffen worden, die Suche nach weiteren lief noch.

Der Tunnel war mehrere Dutzend Meter lang und etwa 1,5 Meter hoch. Der Eingang lag versteckt im Wald auf belarussischer Seite, rund 50 Meter von der Grenze entfernt, der Ausgang befand sich nur etwa 10 Meter hinter der polnischen Absperrung.

Laut Grenzschutz waren auch Soldaten, Polizeikräfte und Spürhunde an der Aktion beteiligt, was die schnelle Festnahme der meisten Migranten ermöglichte.

Unter den Festgenommenen befanden sich überwiegend afghanische und pakistanische Staatsangehörige, aber auch Personen aus Indien, Nepal und Bangladesch.

Mehr als 180 Ausländer sind durch einen Tunnel unter der Grenze zu Weißrussland illegal nach Polen eingereist.
Mehr als 180 Ausländer sind durch einen Tunnel unter der Grenze zu Weißrussland illegal nach Polen eingereist. Straż Graniczna

Zeitgleich wurden zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen: ein 69-jähriger Pole und ein 49-jähriger Litauer. Sie hatten offenbar vor, die Migranten nach Westeuropa zu bringen. Gegen beide Männer wurden Ermittlungen eingeleitet.

Es handelt sich bereits um den vierten Schleusungsfall in diesem Jahr, der von den Beamten des Grenzschutzes der Woiwodschaft Podlachien aufgedeckt wurde.

Der Grenzschutz betont, dass die Kombination aus elektronischen und physischen Sicherheitsmaßnahmen eine schnelle Reaktion auf Versuche ermöglicht, die Staatsgrenze zu durchbrechen.

Anfang Dezember gab es mehrere Tage ohne illegale Grenzübertrittsversuche. Mitte November hatte Polen jedoch den Verkehr an ausgewählten Grenzübergängen zu Weißrussland – darunter Kuźnica Białostocka–Bruzgi und Bobrowniki–Bierestowica – wieder aufgenommen, was möglicherweise zu einer Zunahme der Migrantenaktivitäten beigetragen hat.

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