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Mehrere US-Bundesstaaten laden OpenAI wegen ChatGPT-Nutzersicherheit vor

OpenAI-Chef Sam Altman spricht bei der Grundsteinlegung des Rechenzentrums Barn in Saline Township, Michigan, am 1. Juni 2026
OpenAI-Chef Sam Altman spricht beim Spatenstich für das Barn-Rechenzentrum in Saline Township im US-Bundesstaat Michigan am 1. Juni 2026. Copyright  Jacob Hamilton/Ann Arbor News via AP
Copyright Jacob Hamilton/Ann Arbor News via AP
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Eine Koalition von Generalstaatsanwälten mehrerer US-Bundesstaaten hat OpenAI eine umfassende Vorladung zur Sicherheit von ChatGPT-Nutzern zugestellt, kurz bevor das Unternehmen an die Börse gehen will.

OpenAI steht vor einer neuen regulatorischen Herausforderung: Eine Gruppe von Generalstaatsanwälten mehrerer US-Bundesstaaten verlangt umfangreiche Unterlagen dazu, wie ChatGPT seine Nutzerinnen und Nutzer schützt. Die Anfrage kommt in einer sensiblen Phase, in der das Unternehmen die Weichen für einen möglichen Börsengang stellt.

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Die Untersuchung begann nur wenige Tage, nachdem OpenAI vertrauliche Unterlagen für ein IPO eingereicht hatte. Sie könnte das Börsendebüt erschweren, das einige Analysten mit rund 1 Billion Dollar (861 Milliarden Euro) bewerten.

Laut dem „Wall Street Journal“, das zuerst darüber berichtete, erhielt OpenAI die Vorladung am Freitag von einer Gruppe von Bundesstaaten, angeführt von der Generalstaatsanwältin des Bundesstaates New York.

Die Ermittler verlangen Unterlagen zu den Werbepraktiken des Unternehmens, zu Strategien zur Bindung der Nutzerinnen und Nutzer, zum Umgang mit Verbraucher- und Gesundheitsdaten sowie zu den Regeln im Umgang mit Minderjährigen und älteren Menschen.

OpenAI erklärte, man werde mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten und betonte, dass Schutzmechanismen bereits in die Produkte integriert seien.

Eine Sprecherin sagte, das Unternehmen nehme die Bedenken der Generalstaatsanwälte „ernst“ und arbeite daran, die Vorteile der Technologie verantwortungsvoll zu verbreiten. Welche weiteren US-Bundesstaaten beteiligt sind, ließ OpenAI offen.

Zunehmender juristischer Druck

Die Vorladung reiht sich in eine wachsende Liste juristischer Probleme ein.

Am vergangenen Donnerstag hat eine Kanadierin OpenAI verklagt und ChatGPT für den Suizid ihrer Tochter verantwortlich gemacht. Bereits Anfang Juni reichte Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier Klage gegen das Unternehmen und Vorstandschef Sam Altman ein – nach zwei Schusswaffenangriffen, bei denen die mutmaßlichen Täter den Chatbot Medienberichten zufolge zur Planung ihrer Taten genutzt haben sollen.

OpenAI entgegnete, die Modelle hätten die Betroffenen wiederholt aufgefordert, professionelle psychologische Hilfe zu suchen, und man habe in beiden Fällen mit der Polizei kooperiert.

Es sind nicht die ersten gerichtlichen Auseinandersetzungen für OpenAI in diesem Jahr.

Im Mai brauchte eine Bundesjury in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien weniger als zwei Stunden, um eine Klage von Elon Musk abzuweisen. Musk hatte Altman vorgeworfen, die gemeinnützigen Wurzeln des Unternehmens aufgegeben zu haben. Das Gericht sah die Klage jedoch als verspätet an. Musk bezeichnete das Urteil als „kalendertechnische Formalie“ und kündigte Berufung an.

Der regulatorische Druck nimmt auch in der gesamten Branche zu.

Europäische Aufsichtsbehörden haben Untersuchungen gegen Musks konkurrierenden Chatbot Grok wegen antisemitischer und sexualisierter Inhalte eingeleitet, darunter auch Deepfake-Bilder.

Anthropic, das sich ebenfalls auf einen Börsengang vorbereitet, erhielt von der Trump-Regierung die Auflage, zwei seiner Modelle im Ausland aus Gründen der nationalen Sicherheit zu beschränken. Der Fall zeigt, wie sehr die Regulierung von KI zu einem umkämpften politischen Feld geworden ist.

Weitere Quellen • AP

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