Die dänische Ministerpräsidentin und der grönländische Regierungschef fordern den US-Präsidenten dazu auf, seine Drohungen gegen Grönland zu beenden. Donald Trump hatte erneut verlangt, die Insel müsse Teil der USA werden.
Dänemarks Ministerpräsidentin fordert Donald Trump dazu auf, seine Drohungen, die USA könnten Grönland annektieren, zu beenden. "Ich muss das den USA sehr direkt sagen", schrieb Mette Frederiksen am Sonntag auf X. "Es macht absolut keinen Sinn, davon zu sprechen, dass die USA Grönland übernehmen müssen."
Schon vor einem Jahr hatte sich Frederiksen gegen die Ansprüche der USA zur Wehr gesetzt.
Die USA hätten kein Recht dazu, Grönland zu annektieren.
Trump hat wiederholt gefordert, dass Grönland ein Teil der USA werden sollte, er verwies dabei auf die strategische Lage und die Bodenschätze.
"Wir brauchen Grönland", sagt Trump
In der Air Force One sagte Trump auf dem Rückweg von Florida nach Washington nach dem Wochenende: "Wir brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit. Es ist so strategisch. Im Moment ist Grönland überall mit russischen und chinesischen Schiffen übersät. Wir brauchen Grönland im Hinblick auf die nationale Sicherheit, und Dänemark ist nicht in der Lage, das zu tun".
Dänemark ist Mitglied der NATO und damit ein Verbündeter der USA.
Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen erklärte: "Unser Land ist kein Objekt der Rhetorik von Supermächten. Wir sind ein Volk. Ein Land. Eine Demokratie. Das muss respektiert werden."
Nach der Entführung von Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro durch die USA hatte es im Umfeld des US-Präsidenten Verweise auf Grönland gegeben.
So postete Katie Miller, die Ehefrau eines Beraters von Trump, am 3. Januar eine Karte Grönlands in den Farben der Flagge der USA - mit der Überschrift SOON (auf deutsch: BALD).
Im vergangenen Jahr hatte Trump erklärt, er wolle Grönland kaufen.