Zehntausende pilgerten zum Pashupatinath-Tempel in Kathmandu, um Shivaratri zu feiern: Gebete, Musik und ausnahmsweise legaler Cannabisgenuss prägten das Fest.
Nepal hat am Sonntag Shivaratri gefeiert: In Kathmandu füllten Menschenmassen die Stadt und standen stundenlang vor dem Pashupatinath-Tempel Schlange. Zehntausende kamen, um zu beten, zu singen und zu tanzen – zu Ehren Shivas. Marihuana ist zwar die meiste Zeit des Jahres verboten, doch während des Festes toleriert die Polizei den begrenzten Konsum. Dahinter steht Shivas lange Verbindung zur Cannabispflanze.
Auf der anderen Seite des Bagmati-Flusses rauchten aschebedeckte heilige Männer und vor allem junge Gläubige offen auf den umliegenden Hügeln. Auch aus Indien reisten Besucher an, um an den Ritualen teilzunehmen.
Nepal hat Marihuana im Jahr 1976 nach Jahrzehnten legalen Verkaufs verboten. Jüngere Vorstöße zur Entkriminalisierung stecken fest. Für diesen einen Tag hat die Tradition jedoch Vorrang vor dem Gesetz.