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Grüne bei Landtagswahl in Baden-Württemberg vorn

Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir mit seiner Ehefrau Flavia Zaka und Grünen-Landtagsfraktionschef Andreas Schwarz bei der Wahlparty in Stuttgart, 8. März 2026
Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir mit seiner Ehefrau Flavia Zaka und Grünen-Landtagsfraktionschef Andreas Schwarz bei der Wahlparty in Stuttgart, 8. März 2026 Copyright  Bernd Weißbrod/dpa via AP Bernd Weißbrod/dpa via AP
Copyright Bernd Weißbrod/dpa via AP
Von Margitta Kirstaedter
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben Bündnis90/Die Grünen laut den ersten Hochrechnungen das Rennen gemacht. Spitzenkandidat Cem Özdemir hat demnach gute Chancen für das Amt des Regierungschefs.

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben die Grünen es laut den Hochrechnungen von 21 Uhr an die Spitze geschafft: Mit 30,3 Prozent liegen sie den Hochrechnungen von ARD (infratest dimap) und ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) zufolge knapp vor der CDU, die auf 29,7 Prozent kommt.

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Drittstärkste Kraft wird demnach die AfD mit fast 19 Prozent, weit abgeschlagen die Sozialdemokraten mit etwa 5,5 Prozent. Die FDP und die Linke schaffen es den Hochrechnungen zufolge mit 4,4 bzw. 4,3 Prozent nicht über die Fünf-Prozent-Hürde und somit nicht in den Landtag.

Die Chancen für Grünen-Spitzenkandidat und Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir stehen also gut, die Nachfolge des langjährigen grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann anzutreten. Dieser kandidierte nach fünfzehn Jahren im Amt nicht mehr. Özdemir gilt wie Kretschmann als Vertreter des pragmatischen Realo-Flügels von Bündnis90/Die Grünen.

Baden-Württemberg wird zurzeit von einer grün-schwarzen Koalition regiert, und nach dieser Wahl deutet sich eine Fortsetzung dieses Bündnisses ab. Özdemir rief die Christdemokraten zur weiteren Zusammenarbeit auf und verwies auf die Erfolge der vergangenen gemeinsamen Regierungsjahre, auf denen man aufbauen solle. Die CDU, die sich mit Spitzenkandidat Manuel Hagel Hoffnungen auf das Amt des Ministerpräsidenten gemacht hatte, konnte im Lauf des Abends nur auf "ein kleines Wunder" warten, so CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann in der ARD angesichts des knappen Vorsprungs der Grünen. Für die Partei von Kanzler Friedrich Merz, der in den Umfragen derzeit sowieso ein Tief erlebt, eine - wenn auch knappe - Niederlage.

Während die Grünen den Hochrechnungen zufolge im Vergleich zur letzten Wahl 2021 nur etwa zwei Prozent Stimmen einbüßen, verlieren SPD und FDP deutlich mit um die fünf bis sechs Prozent. Stärkster Gewinner ist die AfD mit einem Plus von neun Prozent, die CDU legt demnach um 5,6 Prozent zu.

Nach dem Absturz bei dieser Wahl und einer Halbierung der Stimmen für die Sozialdemokraten kündigte SPD-Landespartei- und Fraktionschef Andreas Stoch laut der Nachrichtenagentur dpa an, zurücktreten.

Der Grünen-Bundesvorsitzende Felix Banaszak sieht das Wahlergebnis seiner Partei in Baden-Württemberg als Rückenwind und guten "Start in dieses Superwahljahr": Mit den Grünen sei zu rechnen "in diesem Land". AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier betonte angesichts des starken Abschneidens seiner rechtspopulistischen Partei ihre neue Rolle als wichtigste Oppositionspartei in Baden-Württemberg.

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