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Trotz Grünen-Sieg: Müllermilch-Chef fordert CDU-AfD-Koalition

AfD Co-Parteivorsitzende Alice Weidel und Tino Chrupalla, Archiv
AfD Co-Parteivorsitzende Alice Weidel und Tino Chrupalla, Archiv Copyright  (c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Von Laura Fleischmann
Zuerst veröffentlicht am
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Molkerei-Millionär Theo Müller bringt nach der Wahl in Baden-Württemberg eine schwarz-blaue Koalition ins Spiel. Trotz Grünen-Sieg sieht er die Union in der Pflicht – und lobt AfD-Mann Frohnmaier als möglichen Koalitionspartner.

Nach dem Sieg des Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg fordert Molkerei-Millionär Theo Müller eine schwarz-blaue-Koalition: "Die CDU muss sich nicht kleinmachen und Juniorpartner von Cem Özdemir werden", so der Unternehmer zur WELT. "Sie könnte stattdessen auch mit der AfD regieren oder sich von ihr dulden lassen."

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Mit 30,2 % gewannen die Grünen bei der Wahl am 8. März knapp und verwiesen die Union auf Platz zwei mit 29,7 %. Die AfD schaffte es mit 18,8 % auf den dritten Platz.

Doch bei der Sitzverteilung sind Grüne und Union gleichauf: Die Grünen erhalten 56 Sitze, die Union kommt ebenfalls auf 56 Sitze. Ein klares Zeichen, dass die Grünen den Ministerpräsidenten Baden-Württembergs stellen sollten, ist der Wahlsieg nach Stimmen für den Müller-Milch-Chef nicht: "Auf jeden Fall sollte die CDU bei der Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken", erklärte er. "Die Wahl ist geheim. Wer dort am Ende wen wählt, weiß niemand. Im Falle eines Sieges könnte die CDU sagen, dass der Respekt vor dem Parlament irgendwelche Spekulationen verbietet."

Müller über Frohnmaier: macht einen "sehr guten Eindruck"

Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen, wies entsprechende Vorstöße, die CDU könnte den Regierungschef stellen, bereits zurück, so die Tagesschau. "Und wenn’s nur eine Stimme mehr wäre, wäre es trotzdem klar." Die Grünen hätten gewonnen, also würden sie auch den Regierungschef in einer schwarz-grünen Koalition stellen.

Als besseren Partner für die CDU sieht Müller offenbar AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier. Er mache "einen sehr guten Eindruck", so Müller. "Was der sagt, hat Hand und Fuß. Ich wüsste nicht, was gegen eine CDU-geführte Landesregierung spricht, die mit der AfD von Herrn Frohnmaier zusammen regiert." Frohnmaier gilt als russlandnah und soll in der rechtsextremen Gruppierung "German Defense League" aktiv gewesen sein, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Zuletzt soll in den AfD-Vetternwirtschaftsskandal involviert gewesen sein.

Auf seinem X-Account sprach sich auch Frohnmaier für eine Rechtsaußen-Koalition aus. "Im neuen Landtag in Baden-Württemberg haben AfD und CDU eine Mehrheit. Trotzdem will Manuel Hagel Juniorpartner der Grünen werden", so Frohnmaier. Hagel ist der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg und trat als Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl an.

Frohnmaier ist ein enger Vertrauter der Co-Parteivorsitzenden Alice Weidel, zu der auch Müller eine enge Beziehung pflegt. Im Gespräch mit der Neuen Zürcher Zeitung nannte er Weidel eine "Freundin", die ihn öfter besuche.

Die Molkerei Müller verkauft ihre Produkte in mehr als 80 Ländern, so das Unternehmen, darunter Polen, das Vereinigte Königreich und Italien.

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