Nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums ist eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und über Gaziantep von NATO-Luftverteidigung neutralisiert worden. Trümmerteile seien auf unbewohntes Gelände gefallen.
Das Ministerium für Nationale Verteidigung (MSB) teilte am Montagnachmittag mit, dass eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete über Gaziantep im Südosten der Türkeizerstört worden sei.
"Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Munition, die in den türkischen Luftraum eingedrungen war, wurde von NATO-Luft- und Raketenabwehrelementen neutralisiert. Diese waren im östlichen Mittelmeer eingesetzt", heißt es in der Erklärung.
"Einige Munitionsfragmente fielen auf unbewohntes Gelände in Gaziantep. Tote oder Verletzte gab es nicht."
Weiter erklärte das Ministerium: "Die Türkei legt großen Wert auf gutnachbarliche Beziehungen und regionale Stabilität. Wir betonen jedoch erneut, dass wir gegen jede Bedrohung unseres Territoriums und Luftraums entschlossen und ohne Zögern alle notwendigen Schritte unternehmen werden. Es liegt im Interesse aller, die entsprechenden Warnungen der Türkei zu beachten."
Reisewarnung aus den USA
Kurz vor der Erklärung des MSB rief die US-Botschaft in Ankara US-Bürger dazu auf, nicht in den Süden der Türkei zu reisen.
"Die Reisewarnstufe für den Südosten der Türkei wurde auf 'Level 4 - Do Not Travel' angehoben", teilte die Botschaft über ihren offiziellen Account auf der Plattform X mit.
"Am 9. März 2026 hat das Außenministerium Mitarbeiter der US-Regierung sowie deren Familienangehörige angewiesen, das Konsulat in Adana zu verlassen. Die Anordnung gilt für alle, die nicht aus dringenden Gründen reisen müssen."
Schon in der vergangenen Woche war über eine Rakete berichtet worden, die in der Türkei eingeschlagen sein soll. Teheran wies die Vorwürfe damals als falsch zurück.