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"Frankreich hat sich diesen Krieg nicht ausgesucht" - Macron schließt Hormus-Mission aus

DATEI: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kommt zu einer Zeremonie zum Gedenken an die Opfer des Terrorismus in Les Invalides in Paris, 11. März 2026
DATEI: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kommt zu einer Zeremonie zum Gedenken an die Opfer des Terrorismus in Les Invalides in Paris, 11. März 2026 Copyright  AP Photo
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Von Sophia Khatsenkova
Zuerst veröffentlicht am
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Frankreich werde nicht militärisch an der Straße von Hormus eingreifen - der französische Präsident Macron wies die Forderungen von seinem US-Amtskollegen Trump zurück. Eine mögliche Beteiligung an einer Schiffseskorte nach den Kämpfen ist jedoch noch nicht vom Tisch.

Eine unmittelbare Militäroperation, um die Wiederöffnung der Straße von Hormus zu erzwingen, schließt der französische Präsident Emmanuel Macron aus. Frankreich könnte jedoch dabei helfen, Schiffe durch die Wasserstraße zu eskortieren, sobald sich die Lage "beruhigt" habe, sagte Macron zu.

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Zu Beginn einer Sitzung des Verteidigungsrates in Paris sagte Macron am Dienstag, dass eine Beteiligung Frankreichs an "Operationen zur Öffnung oder Befreiung der Straße von Hormus" unter den derzeitigen Bedingungen nicht in Frage käme, und verwies auf die anhaltenden Kämpfe in der Region.

Die schmale Passage, durch die etwa 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung fließen, ist seit den Angriffen der USA und Israels am 28. Februar durch den Iran unterbrochen.

Macron: "Nicht in den Konflikt verwickelt"

"Wir sind nicht in den Konflikt verwickelt", betonte Macron und wies damit Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem stärkeren internationalen Engagement zurück.

Damit stellt sich Frankreich an Deutschlands Seite. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte ebenso jegliche militärische Beteiligung an einem solchen Einsatz ausgeschlossen. "Wir beteiligen uns nicht an diesem Krieg, das haben wir vom ersten Tag an gesagt", erklärte Merz. Die Nato sei ein Verteidigungs- und nicht ein Interventionsbündnis.

Im Gegensatz zu Merz ließ der französische Staatschef jedoch die Tür für eine mögliche Rolle zu einem späteren Zeitpunkt offen, sobald sich die Lage stabilisiert hat.

Frankreich sei bereit, "sobald sich die Lage beruhigt hat, d.h. sobald der Kern der Bombardierungen aufgehört hat", sich an den internationalen Bemühungen zur Sicherung des Seeverkehrs zu beteiligen, sagte er.

Eskorte von Handelsschiffen in der Straße von Hormus in Zukunft denkbar

"Wir sind bereit, zusammen mit anderen Nationen die Verantwortung für ein Eskortierungssystem zu übernehmen", fügte Macron hinzu und bezog sich dabei auf die Möglichkeit, Handelsschiffe zu schützen, die durch die Meerenge fahren.

Macron berief am Dienstagnachmittag eine neue Sitzung des Verteidigungs- und Nationalen Sicherheitsrates ein, um die Entwicklungen im Iran und in der Region zu bewerten, so der Élysée-Palast.

Zu Beginn der Sitzung bekräftigte der französische Präsident, dass Frankreichs Rolle weiterhin rein defensiv sei.

"Frankreich hat sich diesen Krieg nicht ausgesucht. Wir nehmen nicht an ihm teil. Wir nehmen eine rein defensive Position ein. Unsere Ziele sind klar: Wir wollen unsere Bürger, unsere diplomatischen und militärischen Einrichtungen und unsere Interessen in der Region schützen", erklärte er.

Die Krise in der Straße von Hormus hat die globalen Energiemärkte und Schifffahrtsunternehmen alarmiert, da die Unterbrechung der Route die weltweite Ölversorgung gefährdet.

Das Weiße Haus teilte mit, dass die Straße von Hormus wieder von Öltankern befahren wird, wenn auch nur "in einem Rinnsal".

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