Die Polizei in Spanien hat in Kooperation mit Marokko drei mutmaßliche Dschihadisten festgenommen, die offenbar einen Anschlag in Spanien geplant und Netzwerke des Islamischen Staats in der Sahelzone finanziert haben.
Die spanische Nationalpolizei hat drei mutmaßliche Mitglieder einer dschihadistischen Zelle verhaftet, die einen Terroranschlag in Spanien geplant haben sollen, wie die Zeitung "El País" am Mittwoch berichtet.
Die Operation wurde gemeinsam mit der marokkanischen Generaldirektion für territoriale Überwachung (DGST) durchgeführt. Zwei der Festnahmen erfolgten in der Stadt Tanger, die dritte in Palma.
Nach Angaben der marokkanischen Behörden stand der mutmaßliche Anführer der Gruppe hinter der Planung des Anschlags, der von einem Einzeltäter ausgeführt werden sollte. Bisher wurden keine weiteren Einzelheiten über das Ziel bekannt. Die beiden anderen Festgenommenen sollen an der Finanzierung und logistischen Unterstützung von Kämpfern beteiligt gewesen sein, die mit dem Islamischen Staat in der Sahelzone und in Somalia in Verbindung stehen.
Die Ermittlungen deuten auf Verbindungen zu dschihadistischen Netzwerken hin, die in Afrika südlich der Sahara aktiv sind, wo der Vormarsch dieser Gruppen in den letzten zehn Jahren zu großer Instabilität geführt hat und sich zu einer der größten Bedrohungen für die europäische Sicherheit entwickelt hat.