In Madrid griff die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado Delcy Rodríguez scharf an und lobte zugleich die Unterstützung durch Donald Trump.
Die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado hat am Samstag in Madrid scharfe Kritik an Delcy Rodríguez geübt. Sie warf ihr vor, in Venezuela für "Chaos, Gewalt und Terror" zu stehen. Bei einem Pressetermin während ihres Spanienbesuchs stellte Machado diesem Bild das Projekt der Opposition gegenüber: "Wir stehen für eine Gesellschaft, die in Frieden vorankommen will."
"Es gibt keine Gesellschaft auf der Welt, die so geeint, entschlossen, vorbereitet und organisiert ist, um den Weg zur Demokratie zu gehen, wie die venezolanische", sagte sie. Sie betonte, dass nur „saubere und freie Wahlen“ dem Land Stabilität geben und einen "geordneten Übergang“ ermöglichen könnten. An die venezolanische Diaspora gerichtet, versprach sie: „Venezuela wird frei sein – und bald bringen wir euch wieder nach Hause."
Machado bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump. Sie nannte ihn eine Führungspersönlichkeit, "die das Leben der Bürgerinnen und Bürger seines Landes für die Freiheit Venezuelas aufs Spiel gesetzt hat".
Kontinuität des Chavismus
Vor diesem Hintergrund sieht sie Rodríguez als jene Figur, die nach ihrer Auffassung für die Fortführung des aktuellen Systems steht. Zugleich bezeichnete sie sie als eine Option, die in Washington Berichten zufolge als mögliche Staats- und Regierungschefin geprüft worden sei – eine Vorstellung, die Machado strikt zurückwies und als Synonym für Instabilität bezeichnete. "Delcy Rodríguez steht für Chaos, Gewalt und Terror", sagte sie.
Während ihres Aufenthalts in Madrid traf sich Machado mit Politikerinnen und Politikern der Partido Popular und von Vox. Ein Treffen mit Vertretern der Regierung von Pedro Sánchez lehnte sie jedoch ab. Sánchez, der sich derzeit in Barcelona aufhält, nimmt dort an einem Gipfel zur Verteidigung der Demokratie teil. Auf die Frage, warum sie an dem in Barcelona organisierten internationalen Treffen nicht teilnimmt, erklärte sie, der Gipfel selbst habe gezeigt, warum ein Treffen mit Sánchez "nicht passend" gewesen wäre.
Die Oppositionspolitikerin bekräftigte außerdem, dass sie nach Venezuela zurückkehren will. Sie räumte ein, dass dieser Schritt "Risiken mit sich bringt", versicherte aber, dass Drohungen sie nicht abschrecken werden. "Meine Rückkehr nach Venezuela ist die Garantie dafür, dass diejenigen, die drohen oder Gewalt provozieren wollen, auf eine starke und gut organisierte Bürgerbewegung treffen", sagte sie.
Am Nachmittag erhält die Friedensnobelpreisträgerin die Goldmedaille der Gemeinschaft Madrid. Zuletzt ging die Auszeichnung an andere konservative lateinamerikanische Politiker, etwa an den argentinischen Präsidenten Javier Milei im Jahr 2024 oder an den Ecuadorianer Daniel Noboa im Jahr 2023.