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Extreme Hitzewelle setzt Europa zu: Temperaturen um 40 Grad zum Sommer-Anfang

Hitzewelle bringt Europa an die 40-Grad-Marke
Hitzewelle treibt Europa auf 40 °C Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Jesús Maturana
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Zum meteorologischen Sommerbeginn meldet AEMET für die Iberische Halbinsel anhaltende Hitze, Portugal, Italien und Griechenland warnen vor Hitzeanomalien und Gesundheitsrisiken.

Ende Mai und der Beginn des Juni verlaufen in Spanien unter stabilem Hochdruckeinfluss. Die von der AEMET zusammengefassten Daten für diesen Sonntag und die ersten Tage der kommenden Woche zeigen überwiegend klaren Himmel.

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Nennenswerte Niederschläge beschränken sich fast vollständig auf die östlichen Abschnitte der Pyrenäen. Dort lösen die Tageserwärmung und die instabile Luft am Nachmittag Schauer und Gewitter aus, die örtlich kräftig ausfallen können.

In Deutschland hat sich die Hitze schon an diesem Wochenende weitgehend abgekühlt. Vielerorts gab es teils sehr heftige Niederschläge.

Beim Blick auf die Temperaturen in Spanien bleiben die Werte hoch, bewegen sich im Norden und in der Mitte der Halbinsel aber im für die Jahreszeit erwartbaren Rahmen. Dort liegen die Höchstwerte meist zwischen 30 °C und 34 °C.

Anders sieht es in den Senken im Nordosten und im Binnenland der südlichen Hälfte aus. Dort erlebt die Bevölkerung die intensivste Hitzephase: Die Temperaturen überschreiten verbreitet 36 °C und klettern im Tal des Guadalquivir über die Marke von 40 °C.

Die Tiefstwerte sorgen im nordwestlichen Quadranten der Halbinsel für etwas Entlastung und mildern die bereits aufgetretenen tropischen Nächte. Für die Monate Juni, Juli und August erwartet die AEMET mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigende Temperaturen.

Hitzewelle und kritische Werte in Portugal, Italien und Griechenland

Im übrigen westlichen Mittelmeerraum und auf der westlichen Iberischen Halbinsel steigen die Temperaturen deutlich stärker an. Es zeichnet sich eine ungewöhnliche, frühe Phase extremer Hitze zu Beginn des Sommers ab.

Portugal verzeichnet derzeit historische Spitzenwerte von über 40 °C in den inneren und südlichen Regionen, etwa im Alentejo. Das Portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) stuft deshalb die Gefahrenlage höher ein und verschärft die Auflagen für Aktivitäten im Freien in den heißesten Stunden des Tages.

Weiter östlich blockieren hoher Luftdruck und ein Zustrom von Luftmassen aus der Sahara die Großwetterlage über Italien. Das Gesundheitsministerium rief für Rom und vier weitere Städte die rote Alarmstufe aus, da sich die Temperaturen in dicht bebauten Stadtgebieten nahe 40 °C bewegen.

Auch in Frankreich kletterten die Temperaturen zu Beginn des ATP-Turniers Roland-Garros in Paris auf Höchstwerte. Für Sportlerinnen, Sportler und Fans wurde es zunehmend schwer, die Partien zu Ende zu spielen und verfolgen. Die Nummer 1 der Weltrangliste Jannik Sinner ist bereits ausgeschieden, ebenso wie Novak Djokovic.

Die Hitze treibt viele Einwohnerinnen und Einwohner von Paris ins Wasser: Viele vor allem junge Leute springn in die Seine oder den Canal Saint Martin , obwohl das eigentlich verboten ist. Das Schwimmen in der Seine ist nur an dafür vorgesehenen Stellen unter Aufsicht erlaubt.

Ein Hitze-Szenario erlebt derzeit auch Griechenland. Dort lässt die Kombination aus trockenen Winden und Temperaturen von über 39 °C in den zentralen Ebenen die Alarmglocken schrillen – nicht nur wegen der Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch wegen des wachsenden Drucks auf die ohnehin belasteten Energie- und Wasserinfrastrukturen.

Wetterphänomen Hitzekuppel: steigende Waldbrandgefahr

Die anhaltend hohen Temperaturen zu Beginn des europäischen Sommers stehen in direktem Zusammenhang mit der Ausbildung einer sogenannten Hitzekuppel.

Dieses meteorologische Phänomen hält die warme Luft unter einem stabilen Hochdruckgebiet gefangen. Atlantische Tiefausläufer können kaum vordringen, die Erdoberfläche kühlt sich nicht ab und die Sonneneinstrahlung über Europa verstärkt sich noch weiter.

Unter diesen Bedingungen ist das Waldbrandrisiko im gesamten Mittelmeerraum angestiegen. Besonders gefährlich sind dabei sogenannte Trockengewitter, bei denen Blitze einschlagen, ohne dass nennenswerter Regen fällt.

Die Böden trocknen rasant aus. Gleichzeitig hat sich gegen Ende des Frühjahrs viel feine Vegetation gebildet, die leicht Feuer fängt. Dadurch erreichen die Waldbrandgefahr sehr hohe bis extreme Werte. Von der Iberischen Halbinsel bis zu den Balkanstaaten bleiben die Lösch- und Rettungsdienste in ständiger Alarmbereitschaft.

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