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Iran verstärkt Kontrolle über Straße von Hormus: Katar warnt vor baldigem globalem Schock

Qatars Finanzminister Ali bin Ahmed Al Kuwari spricht bei den Frühjahrstagungen des IWF in Washington.
Qatars Finanzminister Ali bin Ahmed Al Kuwari spricht bei den Frühjahrstagungen des IWF in Washington. Copyright  QNA
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Von Mohamed Elashi
Zuerst veröffentlicht am
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Katar Finanzminister warnt: Die eigentliche Wucht der Krise steht noch bevor, die bisherigen Energiekosten sind nur die Spitze des Eisbergs; Iran verschärft Kontrolle über die Straße von Hormus und löst weitere Energie- und Lieferschocks aus.

Katar warnt, dass die Weltwirtschaft in den kommenden Monaten vor einem noch heftigeren Schock steht. Der Konflikt in der Straße von Hormus spitzt sich zu. Die bisherige Energiekrise sei nur „die Spitze des Eisbergs“.

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Auf den Frühjahrstagungen des Internationalen Währungsfonds in Washington sagte Katars Finanzminister Ali bin Ahmed Al Kuwari, die volle Wucht des Konflikts könne sich in den nächsten Monaten zeigen, falls die Straße von Hormus weiter blockiert bleibt.

„Die volle Wucht steht uns noch bevor“, sagte er und warnte, die Krise könne sich von steigenden Preisen zu echten Engpässen bei Energie und kritischen Rohstoffen entwickeln.

In Hormus steigen die Spannungen weiter. Der Schiffsverkehr bleibt gestört, trotz gelegentlicher Feuerpausen und widersprüchlicher Angaben dazu, ob die Route überhaupt offen ist.

Energiekrise: Preissprung wird zu globalen Engpässen

Al Kuwari erwartet schon bald ein Problem der „Verfügbarkeit von Energie“. Selbst Länder, die höhere Preise zahlen können, würden dann Schwierigkeiten haben, überhaupt Lieferungen zu bekommen.

Rund ein Drittel des weltweiten Düngemittelhandels läuft über Hormus. Das erhöht das Risiko gestörter Aussaatzeiten und einer breiteren Ernährungskrise.

Katar deckt etwa 30 % der weltweiten Heliumversorgung. Ausfälle könnten daher auch das Gesundheitswesen und die Halbleiterindustrie treffen.

„Wenn sich die Lage nicht ändert, werden die wirtschaftlichen Folgen enorm sein“, sagte der Minister. Er verwies auf Dominoeffekte in Lieferketten und Schlüsselsektoren.

Durch die Straße von Hormus läuft etwa ein Fünftel der weltweiten Energielieferungen.

Seit Beginn des Konflikts ist der Verkehr dort gestört. Angriffe auf Schiffe und rivalisierende Militärmaßnahmen sorgen für Unsicherheit über die sichere Durchfahrt.

Internationale Institutionen warnen, anhaltende Störungen könnten die Weltwirtschaft in eine Rezession drücken. Zugleich würden Inflation und der Druck auf die Finanzmärkte zunehmen.

Katar federt Folgen ab: Globale Risiken wachsen

In Katar zeigen sich die Folgen bereits an wichtigen Energieanlagen. Die LNG-Anlage Ras Laffan, eines der größten Werke der Welt, wurde im Konflikt schwer beschädigt. Rund 17 % der Exportkapazität des Landes fielen aus und verschärften die weltweite Gasknappheit.

Der Industriekomplex Ras Laffan in Katar, eines der größten LNG-Produktionszentren der Welt.
Der Industriekomplex Ras Laffan in Katar, eines der größten LNG-Produktionszentren der Welt. QatarEnergy

Die Reparaturen könnten bis zu fünf Jahre dauern. Das zeigt, wie langfristig die Schäden wirken.

Katar gehört zu den größten LNG-Exporteuren der Welt. Längere Ausfälle würden deshalb weiter auf die internationalen Märkte durchschlagen.

Trotz seiner dramatischen Warnung für die Weltwirtschaft gab sich Al Kuwari mit Blick auf Katar selbst deutlich gelassener.

Demnach verfügt das Land über ausreichende finanzielle Puffer, um die unmittelbaren Folgen abzufedern. Dazu zählt ein staatlicher „Schockfonds“, der die Wirtschaft über Monate stützen kann, ergänzt durch umfangreiche Staatsreserven.

Die Behörden bereiten zudem gezielte Hilfen für Branchen wie Luftfahrt, Tourismus und Industrie vor, die von den Störungen besonders betroffen sind.

„Die volle Wucht steht uns noch bevor“, sagte Al Kuwari. „Sie ist nicht mehr weit entfernt.“

Für Katar ist die Botschaft klar: Das Schlimmste steht noch aus.

Kehrt in Hormus keine Stabilität ein, dürfte sich der Schock in den kommenden Monaten weiter verschärfen.

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