Die Europäischen Kulturerbepreise wurden von der Europäischen Kommission im Jahr 2002 ins Leben gerufen und werden von Europa Nostra verwaltet.
Rund 30 Projekte aus 18 Ländern haben die von Europa Nostra verliehenen Europäischen Kulturerbepreise 2026 gewonnen.
"Von der bahnbrechenden KI-gestützten Risikoprävention bis hin zur praktischen Ausbildung in traditionellen Bautechniken zeigen diese Projekte, dass es beim Kulturerbe nicht nur um die Vergangenheit geht, sondern dass es eine lebendige Kraft für den Fortschritt ist", sagte Glenn Micallef, EU-Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport.
Die Präsidentin von Europa Nostra, Cecilia Bartoli, erklärte, dass in einer Welt, die von Konflikten, geopolitischen Spannungen und technologischem Wandel geprägt ist, "die Notwendigkeit, sich für das einzusetzen, was uns verbindet, dringender und wichtiger denn je geworden ist".
Die Preisverleihung findet am 28. Mai in Nikosia, Zypern, statt.
Fünf Kategorien
Die Projekte traten in fünf Kategorien an, die von der Erhaltung und adaptiven Wiederverwendung bis hin zu Forschung, Bildung und Sensibilisierung reichen.
In Italien verwandelte das Projekt DumBO ein ehemaliges Eisenbahngelände in Bologna in ein kulturelles Zentrum.
Das Forschungsprojekt Cypriot Fiddler dokumentierte die Lebensgeschichten einiger der letzten überlebenden traditionellen griechisch-zyprischen und türkisch-zyprischen Musiker.
In Montenegro wurde mit dem Projekt Pacijenca die fast ausgestorbene Tradition der Dobrota-Spitze wiederbelebt.
In Frankreich und Belgien wurden im Rahmen des Projekts Gärten des Friedens zeitgenössische öffentliche Gärten entlang der Frontlinie des Ersten Weltkriegs angelegt, um die Erinnerung der Europäer an den Konflikt neu zu gestalten.
Der National Trust for Malta schützt das Kulturerbe der Insel seit 1965, kurz nach der Unabhängigkeit des Landes.
Fans des Kulturerbes können bis zum 12. Mai online für den Public Choice Award 2026 abstimmen.