Loader
Finden Sie uns
Werbung

Letzter Rave": Französische Raver in Marseille fürchten hartes Durchgreifen gegen freie Partys

Ein Gesetzentwurf sieht bis zu sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 30.000 Euro für Organisatoren von nicht genehmigten Versammlungen mit mehr als 250 Personen vor.
Ein Gesetzentwurf sieht bis zu sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 30.000 Euro für Organisatoren von nicht genehmigten Versammlungen mit mehr als 250 Personen vor. Copyright  FRANCK PREVEL/Copyright 2001 AP. All rights reserved. This material may not be published, broadcast, rewritten or redistributed.
Copyright FRANCK PREVEL/Copyright 2001 AP. All rights reserved. This material may not be published, broadcast, rewritten or redistributed.
Von Lucy Davalou
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

In Marseille, Frankreich, versammelten sich Nachtschwärmer, um vor der endgültigen Verabschiedung des Gesetzes zur Verschärfung der Strafen für "nicht genehmigte Partys" zu feiern.

Organisatoren, DJs und Besucher einer Veranstaltung, die als "letzter Rave" in Marseille angekündigt wurde, haben sich besorgt über das kürzlich vom französischen Gesetzgeber angekündigte harte Durchgreifen gegen "Frees" - oder nicht genehmigte Partys - geäußert.

WERBUNG
WERBUNG

Der Gesetzesentwurf sieht eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten und eine Geldstrafe von 30.000 Euro für Organisatoren von Versammlungen mit mehr als 250 Personen sowie hohe Geldstrafen für die Teilnehmer vor. Falls der Senat den Gesetzentwurf annimmt, sieht er sogar eine Geldstrafe von 1 500 Euro für Teilnehmer vor, die im Wiederholungsfall auf 3 000 Euro ansteigt.

Der Organisator der Veranstaltung, Sacha, glaubt, dass sie vom Gesetzgeber missverstanden werden.

"Ich glaube, wenn sie (die Gesetzgeber) bei uns gewesen wären, hätten sie vielleicht eine andere Vorstellung davon, was diese Szene ist und welche Möglichkeiten sie eröffnet", sagt er.

Die Behörden haben häufig Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit, Umweltschäden und fehlender Genehmigungen angeführt. Organisationen wie Technopol, die sich für die elektronische Musik einsetzen, argumentieren jedoch, dass es bei einer Politik, die freie Partys derartig kriminalisiert und unterdrückt, "nicht um Sicherheit", sondern um "Autoritarismus" geht.

Das Video oben zeigt Aufnahmen des "letzten Raves" in Marseille.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Euronews Culture Film der Woche: 'Michael' fällt gnadenlos durch

„With This Tear“: neuer Prince-Song erscheint zum zehnten Todestag

Wahrheit gegen die Macht: Die stärksten Protestsongs des Jahrzehnts