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Madrid: Sinner schlägt Zverev und stellt Masters-1000-Rekord auf

Jannik Sinner in Madrid
Jannik Sinner in Madrid Copyright  AP Photo/Manu Fernandez
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Von Euronews
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Sinner, legendär in Madrid, gewinnt fünften Masters-1000-Titel in Serie und visiert Rom an. WTA: Die Ukrainerin Kostjuk besiegt die Russin Andreewa im frostigen Finale ohne Handschlag, Zeichen des Widerstands für Kyjiw.

Jannik Sinner schreibt die Rekordbücher des Welttennis weiter neu. Die Nummer eins der Weltrangliste holt erstmals in seiner Karriere den Titel bei den Mutua Madrid Open und setzt sich im Finale klar mit 6:1, 6:2 gegen den Deutschen Alexander Zverev durch. Der makellose Auftritt dauert nur 57 Minuten und unterstreicht Sinners derzeitige Ausnahmestellung auf der ATP-Tour.

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Sinner ohne Limit: historischer Triumph in der Caja Mágica

Das Endspiel auf der Sandanlage der Caja Mágica ist eine klare Angelegenheit. Sinner, an eins gesetzt, überrollt die Nummer drei der ATP-Weltrangliste mit druckvollem, präzisem Tennis und lässt Zverev keine Chance. Mit diesem Erfolg schlägt der Italiener Zverev bereits zum neunten Mal in Serie und stellt im direkten Vergleich auf 10:4.

Neben der Trophäe sichert sich Sinner einen historischen Rekord: Er ist der erste Tennisspieler der Geschichte, der fünf Masters-1000-Turniere in Folge gewinnt. Die Serie beginnt im November 2025 in Paris und setzt sich 2026 mit den Titeln in Indian Wells, Miami, Monte-Carlo und nun Madrid fort. Seit Einführung dieser Turnierkategorie im Jahr 1990 hat noch niemand die ersten vier Masters-1000-Events einer Saison gewonnen.

Rekordserie vor den Internazionali d’Italia

Mit dem Triumph in Madrid erweitert Jannik Sinner seine Bilanz um den 28. Karrieretitel, den neunten bei einem Masters-1000-Turnier. In dieser Kategorie ist der Südtiroler derzeit seit 28 Matches ungeschlagen. Damit legt er die viertlängste Siegesserie der Geschichte hin und übertrifft die Marke von Rafael Nadal aus dem Jahr 2013, der damals bei vier Turniersiegen in Folge stoppte.

Zeit zum Durchatmen bleibt kaum: Ab der kommenden Woche richtet sich der Blick auf die Internazionali BNL d’Italia in Rom, bei denen Sinner der große Favorit ist. Das Turnier in der italienischen Hauptstadt ist das einzige Masters-1000-Event, das in seiner außergewöhnlichen Sammlung noch fehlt. Zugleich bietet es die Chance, in Topform vor heimischem Publikum zu triumphieren.

„Ich bin zufrieden mit meinem Level, ein wunderschöner Sieg, es war wieder ein unglaubliches Turnier. Hinter meinem Rekord steckt viel Arbeit, viel Disziplin, sehr viel Einsatz jeden Tag. Diese Ergebnisse bedeuten mir viel, ich bin sehr glücklich, dass ich weiter an mich glaube. Hinter mir steht ein großartiges Team, man spricht über mich, aber eigentlich sollten wir über uns sprechen“, sagte Sinner direkt nach dem Finale. Zu Zverev meinte er anschließend: „Heute war nicht dein Tag, aber Glückwunsch zu deinem Turnier. Jetzt geht es nach Rom und Paris, ich wünsche dir alles Gute.“

Kostyuk holt Frauentitel in Madrid: politische Spannungen im Finale

Parallel zu Sinners Triumph gewinnt am Samstag im WTA-1000-Finale von Madrid die Ukrainerin Marta Kostyuk, die sich mit 6:3, 7:5 gegen die Russin Mirra Andreeva durchsetzt. Für die 23-Jährige aus Kyjiw ist es der erste Titel auf diesem Niveau, errungen in einem Duell, das wegen des seit 2022 andauernden Kriegs stark von politischen Symbolen geprägt ist.

Die Stimmung zwischen den beiden Finalistinnen ist frostig: kein Handschlag am Netz, kein gemeinsames Foto bei der Siegerehrung. Andreeva gratuliert ihrer Gegnerin im Abschlussstatement sportlich, Kostyuk bleibt jedoch komplett auf Distanz – ganz im Einklang mit ihrer Haltung des Widerstands.

Die Ukrainerin, die kürzlich Videos ihrer Trainings in Kyjiw unter dem Heulen der Luftalarm-Sirenen veröffentlicht hat, beendet die Zeremonie mit dem Ruf „Slava Ukraini“ (Ehre der Ukraine) und macht ihren sportlichen Erfolg damit zu einer Botschaft nationalen Stolzes.

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