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Endlich geschafft: Zverev holt seinen ersten Grand-Slam-Titel

Der lang ersehnte Titel für Alexander Zverev
Der lang ersehnte Titel für Alexander Zverev Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Sertac Aktan mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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In den entscheidenden Momenten servierte Zverev stark, nahm Cobolli beim Stand von vier zu fünf im vierten Satz den Aufschlag ab und erzwang den Tiebreak. Im fünften Satz dominierte er mit zwei Breaks und bestätigte beide souverän.

Alexander Zverev hat sein langes Ringen um den großen Titel erfolgreich beendet. Er gewann die French Open 2026 und holte damit seinen ersten Grand-Slam-Einzeltitel. Die Nummer drei der Welt setzte sich auf dem Court Philippe-Chatrier in einem kräftezehrenden Fünf-Satz-Krimi mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7) und 6:1 gegen den Italiener Flavio Cobolli durch.

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Der amtierende Olympiasieger, der bereits drei Grand-Slam-Endspiele verloren hatte, dominierte den ersten Satz und übernahm nach Cobollis Aufbäumen im zweiten Durchgang wieder die Kontrolle. Cobolli erzwang im vierten Satz einen Tiebreak, doch Zverev gelang im entscheidenden Durchgang ein frühes Break, und er machte den Sieg nach drei Stunden und 21 Minuten perfekt.

Zverev stand im Finale von Roland Garros unter enormem Druck. Gegen den Italiener Flavio Cobolli bot sich ihm eine seltene Chance, endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel zu holen.

Der Weltranglistenerste Jannik Sinner und Titelverteidiger Carlos Alcaraz, der in Paris zuletzt zwei Mal triumphiert hatte, waren nicht mehr im Turnier, ebenso Novak Djokovic. So betrat der an Nummer drei gesetzte Zverev den Court Philippe-Chatrier, ohne dass einer der aktuellen "Big Three" auf der anderen Netzseite stand.

Für den 29-Jährigen war es das vierte Major-Endspiel und das zweite in Roland Garros. Nach drei schmerzhaften Finalniederlagen wartete er noch immer auf den Durchbruch. Bei den US Open 2020 hatte er gegen Dominic Thiem eine Zwei-Satz-Führung aus der Hand gegeben. Im Finale der French Open 2024 verlor er gegen Alcaraz, obwohl er bereits mit zwei zu eins Sätzen führte. Bei den Australian Open 2025 unterlag er Sinner klar in drei Sätzen. Sein Auftritt in Paris in den vergangenen zwei Wochen hatte seinen Ruf als einer der konstantesten Sandplatzspieler der Tour untermauert, zugleich aber die Frage neu entfacht, ob er die größten Matches seiner Karriere auch wirklich zum Abschluss bringen kann.

Für Cobolli war es dagegen das erste Grand-Slam-Endspiel, der Schlusspunkt hinter einem Durchbruchsturnier, das die italienischen Fans begeisterte. Der 24-Jährige war ins Finale eingezogen, nachdem sein Landsmann Matteo Arnaldi das angesetzte Halbfinale wegen Krankheit abgesagt hatte. Cobolli stand damit ohne einen Schlag im größten Match seines Lebens. Er stammt aus demselben Römer Club wie Adriano Panatta, der 1976 als letzter italienischer Spieler den Einzeltitel in Roland Garros gewonnen hatte. Zum fünfzigsten Jahrestag dieses Triumphs hatten die Organisatoren Panatta eingeladen, in diesem Jahr die Coupe des Mousquetaires an den Sieger zu überreichen.

Zverev und Cobolli hatten auf dem Weg ins Finale am Sonntag jeweils nur zwei Sätze abgegeben. Das unterstrich, wie souverän sie sich durch ein unberechenbares Tableau gespielt hatten.

Im direkten Vergleich lag Zverev mit 3:1 vorne. Er hatte Cobolli ein Jahr zuvor in der dritten Runde von Roland Garros in drei Sätzen besiegt. In jener Saison standen sich beide jedoch noch zwei weitere Male auf Sand gegenüber: Cobolli gewann in München, Zverev revanchierte sich in Madrid. Diese Ergebnisse, zusammen mit Cobollis rasantem Aufstieg in die erweiterte Weltspitze, deuteten auf ein Finale hin, das deutlich ausgeglichener werden konnte, als es die Ranglisten vermuten ließen.

Bereits am Samstag hatte die russische Teenagerin Mirra Andreewa den Damentitel geholt. Sie schlug die Qualifikantin Maja Chwalinska und wurde damit die jüngste French-Open-Siegerin seit mehr als drei Jahrzehnten. Ihr Triumph garantierte, dass dieses Turnier mindestens einen neuen Namen auf der Liste der Grand-Slam-Champions hervorbringt. Zverev und Cobolli traten anschließend ins Rampenlicht, um zu entscheiden, ob auch der Pokal der Männer an einen Debüt-Sieger gehen würde.

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