New York dient in diesem Monat als Startpunkt für das Audible Story House, einen Pop-up-Laden ohne Bücher. Die Firma will damit einen Treffpunkt und Hörsalon für Literatur etablieren.
Ein neuer Pop-up-Store in New York denkt die klassische Buchhandlung neu – ganz ohne gedruckte Bücher in den Regalen.
Im Audible Story House erleben Besucherinnen und Besucher jede Geschichte ausschließlich über Klang.
Der Raum in der Metropole ist als kultureller Treffpunkt fürs Zuhören gedacht. Gäste können dort über Kopfhörer Hunderte ihrer Lieblingstitel hören oder in speziellen Hör-Lounges entspannen.
Nach Angaben von Audible soll der Ort den rasanten Boom des Formats widerspiegeln – und zugleich den „Trend zu Offline-Erlebnissen und realen Begegnungen“.
James Finn, Audibles Global Head of Brand & Content Marketing, sagte: „Wir sehen, dass Hörbücher enorm an Fahrt gewinnen. BookTok ist dabei ein wichtiger Motor. Dort vernetzen sich auf TikTok Menschen, die sich für Autorinnen, Autoren oder bestimmte Genres interessieren, und bringen so neue Zielgruppen zum Lesen. Und auch Lesekreise und Buchhandlungen erleben gerade eine kleine Renaissance.“
Im Untergeschoss können Besucherinnen und Besucher in einem immersiven Dolby-Atmos-Hörraum Platz nehmen, in dem Klangerlebnisse über Surround-Lautsprecher laufen.
Audible verspricht zudem, laufend neue Bücher und Trendtitel zu prüfen, damit das Angebot stets zeigt, was das Publikum gerade hört.
„Die Idee ist, dass wir Sitzungen mit sogenannten Soundbädern anbieten“, ergänzte Finn. „Die Menschen können dort am Nachmittag kurz abschalten, bevor sie zurück an die Arbeit gehen – oder ganz in Welten wie ‚Harry Potter‘ eintauchen. Solche Veranstaltungen wird es den ganzen Monat über zu festen Zeiten geben.“
Nach Angaben der Audio Publishers Association stieg der Umsatz mit Hörbüchern in den USA im Jahr 2024 auf zwei Milliarden Euro und hat sich damit in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdoppelt.
Der Pop-up-Store ist den ganzen Monat über von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Audible setzt darauf, dass die Zukunft des Buchs nicht zwingend aus bedruckten Seiten besteht.