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SpaceX verschiebt Raketenstart: Börsengang mit 1,51 Billionen Euro geplant

In Starbase, Texas, hat SpaceX seine Megarakete Starship für einen Testflug vorbereitet, der später verschoben wurde, am Donnerstag, 21. Mai 2026.
In Starbase, Texas, bereitet SpaceX seine Mega-Rakete Starship am Donnerstag, dem 21. Mai 2026, auf einen Testflug vor, der später verschoben wird. Copyright  AP Photo/Eric Gay
Copyright AP Photo/Eric Gay
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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SpaceX testet und überarbeitet das Starship V3 seit Monaten. Das Unternehmen nennt es das stärkste jemals entwickelte Trägersystem.

SpaceX hat den für Donnerstag in Texas geplanten zwölften Start einer Starship-Rakete verschoben. Der nächste Testflug ist nun für Freitag vorgesehen.

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Die Entscheidung fällt nur einen Tag, nachdem SpaceX seine Pläne für den Börsengang veröffentlicht hat. Experten erwarten die größte Erstemission (IPO) der Geschichte; das Unternehmen peilt dabei eine Bewertung von 1,75 Billionen Dollar (1,51 Billionen Euro) an.

Damit gewinnt der Start von Starship V3 noch mehr Bedeutung, denn er könnte die Nachfrage nach den Aktien stark beeinflussen, sobald SpaceX an die Börse geht.

Die Rakete ist unbemannt und hat bereits Dutzende Verbesserungen erhalten, zugeschnitten auf schnelle NASA-Missionen zum Mond und den Start von Starlink-Satelliten. Umfangreiche Tests und Überarbeitungen haben den Zeitplan in den vergangenen Monaten immer wieder nach hinten geschoben.

Der Start am Donnerstag wurde wenige Sekunden vor dem Abheben abgeblasen, nachdem der Countdown wegen Problemen mit Druck und Treibstofftemperatur mehrfach gestoppt worden war.

„Der hydraulische Bolzen, der den Ausleger am Startturm fixiert, fuhr nicht zurück. Wenn wir das heute Nacht beheben können, folgt morgen um 5.30 Uhr CT ein neuer Startversuch“, schrieb Elon Musk am Donnerstag auf der Plattform X.

Ein weiteres Startfenster öffnet sich am Freitag um 22.30 Uhr GMT; dann wäre ein zweiter Testflug möglich.

Musk hat Anlegerinnen und Anleger bereits beruhigt: Ein Fehlschlag hätte seiner Einschätzung nach nur begrenzte Folgen und würde künftige Testflüge um etwa einen Monat verschieben. Es stünden mehrere weitere V3-Raumschiffe und -Booster bereit.

Das passt zur grundsätzlichen Strategie des Unternehmens. SpaceX setzt auf intensive Flugtests, um Schwachstellen aufzuspüren und die Technik anschließend schrittweise zu verfeinern.

SpaceX hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 15 Milliarden Dollar (12,9 Milliarden Euro) in die vollständig wiederverwendbare Starship-Rakete investiert. Sie soll den Aufbau von Rechenzentren im Orbit und Missionen in den tiefen Weltraum erleichtern und zugleich die Startkosten deutlich senken.

In den Unterlagen für den Börsengang bezeichnet SpaceX Starship V3 als „das leistungsstärkste jemals entwickelte Trägersystem“.

„Wir erwarten, dass Starship V3 eine Nutzlast von 100 Tonnen transportieren kann; spätere Generationen sollen diese Kapazität verdoppeln“, heißt es in dem Dokument.

SpaceX-Börsengang: Musk könnte erstes Billionenvermögen erreichen

SpaceX will an der Technologiebörse Nasdaq notieren, die besonders für Börsengänge von Tech-Unternehmen bekannt ist. Der Schritt könnte Musk zum ersten Menschen mit einem Vermögen von rund einer Billion Dollar machen, nachdem er im vergangenen Jahr als erste Person ein Nettovermögen von mehr als 500 Milliarden Dollar (430,8 Milliarden Euro) erreicht hatte.

Derzeit ist der Börsengang für den 12. Juni geplant, das Kürzel an der Nasdaq soll SPCX lauten. SpaceX hatte die vertraulichen Unterlagen am 1. April 2026 eingereicht; der öffentliche S‑1‑Prospekt erschien Mitte Mai. Für Anfang Juni ist zudem eine Roadshow bei Investorinnen und Investoren vorgesehen.

Die Aktie wird in zwei Gattungen ausgegeben, sodass Musk mehr als 85 Prozent der Stimmrechte behält.

Mehrere große Onlinebroker dürften die Papiere auch Privatanlegern anbieten. Wie viele Anteile sie zuteilen, ist wegen der erwarteten hohen Nachfrage jedoch noch offen.

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