Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Weitere Iran-Gespräche: Rubio sieht "gewisse Fortschritte"

Menschen gehen am Sonntag, 17. Mai 2026, an einem Wandbild vorbei, das einen von Raketen angegriffenen US-Flugzeugträger im Zentrum Teherans zeigt.
In der Innenstadt von Teheran gehen Menschen an einem Wandbild vorbei. Es zeigt einen US-Flugzeugträger unter Raketenangriff, am Sonntag, 17. Mai 2026. Copyright  AP Photo/Vahid Salemi
Copyright AP Photo/Vahid Salemi
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

US-Präsident Donald Trump sieht die stockenden Gespräche dieser Woche am Rand zwischen Einigung und neuen Angriffen.

Pakistans Armeechef ist zu weiteren Friedensgesprächen nach Teheran gereist, die den US-israelischen Krieg gegen Iran beenden sollen. Wenige Stunden zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio von "gewissen Fortschritten" gesprochen.

WERBUNG
WERBUNG

Feldmarschall Asim Munir wurde vom iranischen Innenminister Eskandar Momeni sowie von seinem pakistanischen Amtskollegen Mohsin Naqvi empfangen. Naqvi war bereits in der vergangenen Woche zu zwei getrennten Besuchen in Teheran und traf dort unter anderem den iranischen Präsidenten sowie den Außenminister.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, dämpfte jedoch die Erwartungen. Der Besuch bedeute nicht, "dass wir an einem Wendepunkt oder in einer entscheidenden Lage angekommen sind", zitierte ihn die iranische Nachrichtenagentur ISNA. Zwischen den Beteiligten gebe es weiterhin "tiefe und weitreichende" Differenzen.

Bei einem Treffen der NATO-Außenminister in Schweden erklärte Rubio, er wolle die Entwicklung nicht überbewerten. Es habe "ein klein wenig Bewegung gegeben, und das ist gut".

Seine Äußerungen folgten auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, einen Militärschlag gegen Iran vorerst zurückzuhalten, da "ernsthafte Verhandlungen" liefen. Trump droht seit Wochen damit, die Mitte April vereinbarte Waffenruhe aufzukündigen, falls Iran keinem Abkommen zustimmt. Die Bedingungen für eine mögliche Einigung verschieben sich dabei immer wieder.

Die stockenden Gespräche dieser Woche beschrieb Trump als Situation an der Grenze zwischen einer Einigung und erneuten Angriffen.

"Wir haben es mit einer sehr schwierigen Gruppe von Menschen zu tun. Und wenn sich das nicht ändert, hat der Präsident deutlich gemacht, dass er andere Optionen hat", sagte Rubio.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte laut der Nachrichtenagentur Tasnim, Teheran halte trotz dessen, was er als "wiederholten Verrat an der Diplomatie" durch die USA und als "militärische Aggression gegen Iran" bezeichnete, am diplomatischen Prozess fest.

"Trotz seines tiefen Misstrauens gegenüber den Vereinigten Staaten ist die Islamische Republik Iran mit einer verantwortungsvollen Haltung und größter Ernsthaftigkeit in diesen diplomatischen Prozess eingetreten und bemüht sich um ein vernünftiges und faires Ergebnis", sagte Araghtschi.

Straße von Hormus bleibt Streitpunkt

Baghaei erklärte zudem, dass auch der Status der Straße von Hormus sowie die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen Teil der Gespräche seien.

Die Zukunft der strategisch wichtigen Meerenge gilt weiterhin als eines der zentralen Streitthemen. Gleichzeitig wächst international die Sorge vor wirtschaftlichen Folgen, falls die globalen Ölreserven aus der Zeit vor dem Krieg zur Neige gehen.

Iran hat die Straße von Hormus faktisch geschlossen. Die Meerenge zählt zu den wichtigsten Handelsrouten für Öl, Gas, Düngemittel und andere Erdölprodukte weltweit. Die USA wiederum blockieren iranische Häfen. Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden seit Mitte April 94 Handelsschiffe umgeleitet und vier weitere außer Gefecht gesetzt.

Rubio sagte beim NATO-Treffen in Schweden, er habe mit mehreren Außenministern über Möglichkeiten zur Wiederöffnung der Meerenge gesprochen. Es brauche einen "Plan B", falls Washington und Teheran keine Einigung erzielen sollten.

"Irgendwer wird etwas dagegen unternehmen müssen, okay?", sagte Rubio. Iran werde die Meerenge nicht "freiwillig wieder öffnen".

Die Europäische Union weitete am Freitag zudem den Geltungsbereich ihres bestehenden Sanktionsregimes gegen Iran technisch aus. Künftig können auch Personen sanktioniert werden, die an der Schließung der Straße von Hormus beteiligt sind. Die EU stuft die iranische Blockade als "völkerrechtswidrig" ein.

Weitere Quellen • AP, AFP

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Iran veröffentlicht neue Hormus-Karte – Golfstaaten warnen

Börsen weltweit legen zu – Ölpreis bleibt wegen Iran-Krieg hoch

Können Abgeordnete in den USA Trump zwingen, den Iran-Krieg zu stoppen?