Spanien will beim Freundschaftsspiel am neunten Juni in Cádiz zwischen Chile und der DR Kongo für größtmögliche Sicherheit sorgen. Das Land kämpft derzeit mit einem Ebola-Ausbruch mit 160 Verdachtsfällen.
In Spanien prüfen die Behörden der Auslandsgesundheit derzeit, welche Maßnahmen für das Freundschaftsspiel am 9. Juni in Cádiz gelten sollen. Ziel sei es, größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Dann treffen die Nationalteams von Chile und der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) aufeinander. Das afrikanische Land kämpft derzeit mit einem Ebola-Ausbruch. Nach jüngsten Angaben wurden mehr als 670 Verdachtsfälle und rund 160 Todesfälle registriert.
Der Staatssekretär im spanischen Gesundheitsministerium, Javier Padilla, erläuterte die geplanten Maßnahmen im Gespräch mit der Presse und schilderte die Bedingungen, unter denen die Partie in La Línea de la Concepción stattfinden soll.
Seine Aussagen folgen auf aktualisierte Zahlen der Regierung der DR Kongo. Demnach wurden bislang 64 Ebola-Infektionen und sechs Todesfälle durch Labortests bestätigt. Insgesamt gibt es jedoch deutlich mehr Verdachtsfälle in der Provinz Ituri.
Nationalteam der DR Kongo verlegt Vorbereitung nach Belgien
Padilla erinnerte daran, dass die Nationalmannschaft der DR Kongo ihr WM-Vorbereitungstraining ursprünglich in der Hauptstadt Kinshasa geplant hatte, dieses jedoch nach Belgien verlegte. Die Mannschaft bestreitet ihre Testspiele nun in Europa, darunter auch die Partie in Spanien.
Nach Angaben des Staatssekretärs prüfen die Behörden derzeit unter anderem die genaue Reiseroute des Teams sowie mögliche Gesundheitskontrollen. Hintergrund ist der Ebola-Ausbruch, wegen dessen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hatte.
Padilla betonte, es würden Maßnahmen ergriffen, „um jederzeit jegliches Risiko auszuschließen“. Die spanische Auslandsgesundheit beobachte die Lage bereits genau und werde alle notwendigen Schritte festlegen.
Auch die FIFA steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit dem kongolesischen Fußballverband FECOFA. Der Weltverband wolle sicherstellen, dass die Mannschaft über sämtliche medizinischen und sicherheitsrelevanten Empfehlungen informiert sei.