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Ebola-Verdachtsfälle in Italien: Rückkehrer aus Uganda negativ getestet

Krankenhaus und medizinisches Personal in Schutzanzügen gegen Ebola-Virus
Krankenhaus und medizinisches Personal in Schutzanzügen gegen das Ebola-Virus Copyright  AP Photo
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Von Stefania De Michele
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein Mann und eine Frau, die in Uganda in der humanitären Hilfe im Einsatz waren, litten seit ihrer Heimkehr nach Italien unter Symptomen, die zu denen von Ebola passen. In einem Mailänder Krankenhaus wurden sie nun negativ getestet.

Als Ebola-Verdachtsfälle galten eine 30-jährige Frau aus Lurate Caccivio und ein 31-jähriger Mann aus Bulgarograsso. Die beiden waren am Pfingstwochenende zusammen mit Familienangehörigen aus Uganda zurückgekehrt. Sie waren dort rund drei Monate lang als humanitäre Helfer im Einsatz.

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Im Labor des Sacco-Krankenhauses in Mailand wurden zuletzt virologische Tests an den beiden Patienten durchgeführt. Beide seien auch negativ auf Malaria und die gängisten Atemweginfektionen getestet worden. Das hat der für Soziales und Gesundheit zuständige Regionalrat der Lombardei, Guido Bertolaso, mitgeteilt.

Die derzeitige Hypothese laute „bakterielle Infektion des Magen-Darm-Trakts“.

Die Frau und der Mann zeigten bis zuletzt Symptome, die zu einer Infektion mit dem Ebola-Virus passen, darunter hohes Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Darmbeschwerden.

Deshalb brachte man die Frau und den Mann umgehend in das auf hochgefährliche Infektionskrankheiten spezialisierte Krankenhaus Sacco in Mailand. Dort wurden alle Untersuchungen durchgeführt, die die nationalen und internationalen Protokolle vorsehen.

In Uganda gibt es inzwischen sieben bestätigte Fälle von Ebola. In der Demokratischen Republik Kongo schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO die Zahl der infizierten Personen auf etwa 900.

Nach Angaben der italienischen Behörden hielten sich die Patientin und der Patient aus ein einer Region Ugandas nahe den Grenzen zu Kongo und Ruanda auf, die wegen steigender Ebola-Zahlen derzeit unter Beobachtung steht. Am wahrscheinlichsten sei nach Einschätzung der Ärzte jedoch eine Form von Malaria, so die Ärzte vor den Tests.

Auch Familienangehörige unter medizinischer Beobachtung

Die Frau, Mutter einer Familie, hat Berichten zufolge schwerere Symptome entwickelt, darunter sehr hohes Fieber und leichte neurologische Auffälligkeiten. Ihre Tochter soll bereits während des Aufenthalts in Uganda Malaria bekommen haben.

Deutlich milder seien die Symptome des 30-jährigen Mannes aus Bulgarograsso. Er habe Fieber um 38 Grad und Magen-Darm-Beschwerden. Dennoch hatten die Gesundheitsbehörden sofort das vorgesehene Überwachungsprotokoll für Ebola-Verdachtsfälle aktiviert, auch mit Blick auf die Region, in der sich die beiden aufhielten.

Inzwischen stehen die anderen fünf Mitglieder der beiden betroffenen Familien unter medizinischer Beobachtung und unterliegen der Überwachung durch die zuständigen Behörden.

Gesundheitsministerium hält Ebola-Risiko in Italien für sehr gering

In einer offiziellen Mitteilung hat das Gesundheitsministerium in Rom betont, das Ebola-Risiko in Italien bleibe sehr gering. Das nationale System zur Vorbereitung auf infektiöse Notfälle sei aber voll einsatzbereit.

Das Ministerium verfolgt die Entwicklung der Lage in enger Zusammenarbeit mit der Region Lombardei, dem Istituto Superiore di Sanità, dem Krankenhaus Sacco in Mailand, dem Spallanzani-Krankenhaus in Rom und weiteren Gesundheitseinrichtungen, die an der Bewältigung epidemischer Notlagen beteiligt sind.

Am Pfingstsonntag fand eine Sitzung des Health Security Committee der Europäischen Kommission statt, die eigens der Ebola-Notlage gewidmet war. Daran nahmen die zuständigen italienischen Ministerien und die wichtigsten nationalen Gesundheitsbehörden teil.

Streit um Umgang mit Informationen

Regionalrat Bertolaso hat kritisiert, dass Bilder und Stellungnahmen zu dem Fall zu früh verbreitet worden seien. Bei den eingeleiteten Schritten haben es sich um reine Vorsichtsmaßnahmen gehandelt.

Nach Ansicht des Regionalrats hätten manche öffentlichen Mitteilungen in der Bevölkerung bereits Alarmstimmung erzeugen können - und zwar noch vor Vorliegen gesicherter klinischer Befunde. Auch die Bürgermeisterin von Lurate Caccivio, Serena Arrighi, hatte in einer an die Bürgerinnen und Bürger gerichteten Mitteilung über die Aktivierung des Gesundheitsprotokolls informiert.

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