In seiner Predigt am Pfingstsonntag im Petersdom in Rom forderte Papst Leo die Menschen zur Gastfreundschaft auf. Und er erklärte, dass die moderne Welt auch "Irrtum und Gewalt" mit sich gebracht habe.
Papst Leo XIV. hat am Pfingstsonntag im Vatikan einen eindringlichen Appell für den Frieden lanciert. Er betete dafür, dass der Heilige Geist die Menschheit "vom Übel des Krieges" bewahren möge.
"Lasst uns beten, dass er die Menschheit vom Elend befreit – erlöst wird sie nicht durch unermesslichen Reichtum, sondern durch ein unerschöpfliches Geschenk“, sagte der Pontifex während der Messe im Petersdom in Rom, an der mehr als 5.000 Gläubige teilnahmen.
Zu Pfingsten feiern Christen am 50. Tag nach Ostern den Heiligen Geist, der die Apostel laut Evangelium dazu aufforderte die Botschaft Jesu zu verbreiten. Doch nicht überall in Europa ist der Pfingstmontag ein Feiertag.
Der Papst betete auch dafür, dass der Heilige Geist die katholische Kirche in ihrer Mission erneuere, und Verwirrung in Gemeinschaft verwandle.
"Liebe Freunde, lasst uns heute mit brennenden Herzen beten, dass der Geist des Auferstandenen uns vom Übel des Krieges erlöst. Dieser wird nicht von einer Supermacht überwunden, sondern von der Allmacht der Liebe. Beten wir, dass er die Menschheit vom Elend befreit – erlöst wird sie nicht durch unermesslichen Reichtum, sondern durch ein unerschöpfliches Geschenk.“
Der Papst warnte, dass manche Neuerungen "der Welt kein neues Leben, sondern Irrtum und Gewalt bringen".
Dagegen, so sagte er, "erleuchtet der Heilige Geist die Gedanken und erfüllt unsere Herzen mit neuer Lebenskraft“.
Papst hatte zuvor US-Präsident Trump kritisiert
Schon zuvor hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche bewaffnete Konflikte und Kriege kritisiert. Besonders deutlich wurde dies im April, als US-Präsident Donald Trump versucht hatte, den Militäreinsatz im Iran als von göttlicher Macht gestützten "gerechten Krieg" darzustellen.
Papst Leo XIV. wies dies kategorisch zurück. Jesus, so betonte er, "hört nicht auf die Gebete derjenigen, die Krieg führen".
In seiner Predigt erläuterte Leo XIV. auch, an Pfingsten habe Jesus nicht die Waffen des Triumphs, sondern die Wunden seiner Kreuzigung gezeigt.
Der Papst forderte alle zur Gastfreundschaft auf und dazu, offen zu sein - auch für die, die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben.