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Ölpreis steigt: Iran und Israel tauschen Angriffe trotz Trumps Warnung

Drei Händler arbeiten auf dem Parkett der New York Stock Exchange am Mittwoch, dem dritten Juni 2026.
Drei Händler arbeiten am Parkett der New York Stock Exchange am Mittwoch, dem dritten Juni 2026. Copyright  AP Photo
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Von Angela Barnes
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Europäische Börsen starten schwächer, Öl wird teurer. Anleger beobachten am Montagmorgen die jüngste Eskalation im Nahen Osten.

Die Rohölpreise sind zum Wochenbeginn im frühen Handel gestiegen, nachdem Israel am Montag Luftangriffe auf Ziele in Zentral- und Westiran geflogen hat. Sie sollten eine Raketenattacke beantworten. Das staatliche Fernsehen in Iran meldete Explosionsgeräusche in Isfahan, Täbris und Teheran, ohne zunächst weitere Angaben zu machen.

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Amerikanische und iranische Unterhändler haben in der vergangenen Woche eine Grundsatzeinigung erzielt, die Feuerpause zu verlängern. Der Deal ist jedoch noch nicht endgültig. Die jüngsten Angriffe erschweren die Bemühungen um ein Ende des Konflikts.

Die iranische Angriffswelle soll US-Präsident Donald Trump dazu veranlasst haben, den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu anzurufen und von einem Vergeltungsschlag abzuraten. Israels Militärspitze kündigte zugleich an, zuzuschlagen, sobald sie die Freigabe erhält.

„Ich rufe Bibi jetzt gleich an und sage ihm, dass er nicht zurückschlagen soll“, zitierte der Axios-Journalist Barak Ravid Trump in einem Telefoninterview. „Bibi“ ist der Spitzname des israelischen Regierungschefs.

„Israel hatte seinen Schlag, Iran hatte seinen Schlag. Wir brauchen keinen weiteren“, soll Trump gesagt haben.

Brent, die internationale Referenzsorte, kletterte wieder über die Marke von 100 Dollar je Barrel und notierte zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei 100,6 Dollar. Die US-Referenzsorte WTI sprang um 5 % auf 96,5 Dollar.

Europäische Börsen starten im Minus

An den europäischen Aktienmärkten eröffneten die wichtigsten Indizes am Montag im roten Bereich.

Der Leitindex Euro Stoxx 50 trat zunächst auf der Stelle. Der breiter gefasste Stoxx 600 gab im frühen Handel rund 0,6 % nach.

Der deutsche Dax lag 1,19 % im Minus. Der französische CAC 40 verlor 0,94 %. Der britische FTSE 100 sank um 0,35 %, der italienische FTSE MIB um 0,44 %.

In der Asien-Pazifik-Region rutschte Südkoreas Kospi um 8,3 % auf 7.484 Punkte ab. Grund war ein Kurssturz von mehr als 10 % beim Technologiekonzern Samsung Electronics, dem größten Unternehmen des Landes. Auch SK Hynix verlor mehr als 7,5 %.

In Taiwan fiel der Taiex um 1,3 %. Hongkongs Hang Seng büßte 1,2 % ein, der Shanghai Composite 1,7 %.

Japans Leitindex Nikkei 225 gab rund 4 % nach. Die Regierung in Tokio senkte zugleich ihre Schätzung für das annualisierte Wirtschaftswachstum im ersten Quartal auf 1,8 %. Zuvor hatte sie noch 2,1 % erwartet.

In Australien blieb der Handel wegen des Feiertags zum Geburtstag des Königs geschlossen.

Die Wall Street beendete die vergangene Woche mit kräftigen Verlusten. Der S&P 500 rutschte um 2,6 % auf 7.383,74 Punkte ab, nachdem ein robuster Arbeitsmarktbericht die Erwartungen verstärkte, dass die US-Notenbank Fed in diesem Jahr die Zinsen anheben könnte.

Es war der größte Tagesverlust seit dem 10. Oktober. Damals hatte die Trump-Regierung damit gedroht, einen Strafzoll von 100 % auf Importe aus China zu verhängen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 1,4 % auf 50.866,78 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite sackte um 4,2 % auf 25.709,43 Punkte ab.

Die Renditen am Anleihemarkt zogen deutlich an, nachdem das US-Arbeitsministerium berichtet hatte, dass die US-Wirtschaft im Mai überraschend 172.000 neue Stellen geschaffen hat. Der Bericht ist ein weiteres Zeichen, dass der Arbeitsmarkt trotz der Belastungen durch die anhaltend hohe Inflation stabil bleibt.

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg nach Veröffentlichung der Daten von 4,50 % auf 4,54 %. Die zweijährige Treasury-Rendite, die als besonders zinssensitiv gilt, legte von 4,04 % auf 4,16 % zu.

Die Fed hält ihren Leitzins vorerst unverändert und versucht, die Folgen der hohen Inflation zu beurteilen. Bereits die US-Sonderzölle hatten die Preise nach oben getrieben. Der Krieg der USA mit Iran blockiert zusätzlich einen Großteil der Rohöllieferungen durch die Straße von Hormus.

Am Devisenmarkt legte der US-Dollar am frühen Montag leicht zu. Er kostete 160,35 japanische Yen nach 160,25 Yen am Freitag. Ein Euro wurde mit 1,1530 US-Dollar bezahlt, nach 1,1515 Dollar zuvor.

Weitere Quellen • AP

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