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Warum Putin Verbündete beim ASEAN-Gipfel im russischen Kasan versammelt

Russlands Präsident Wladimir Putin hört Verkehrsminister Andrej Nikitin bei einem Treffen im Kreml in Moskau am Montag, dem 15. Juni 2026, zu.
Russlands Präsident Wladimir Putin hört Verkehrsminister Andrej Nikitin zu. Die beiden treffen sich am Montag, 15. Juni 2026, im Kreml in Moskau. Copyright  Sputnik
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Von Nathan Rennolds
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Russlands Präsident Wladimir Putin ist seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine auf der internationalen Bühne weitgehend isoliert. Während Vertreter der wichtigsten Industrienationen der G7 Präsident Selenskyj treffen, lädt Putin zum ASEAN-Russland-Gipfel.

Aus ganz Südostasien sind mehrere Staats- und Regierungschefs nach Kasan in Russland gereist. Sie folgen einer Einladung von Präsident Wladimir Putin zum ASEAN-Russland-Gipfel, der fast gleichzeitig mit dem Treffen der G7-Staaten im französischen Evian stattfindet.

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Hochrangige Vertreter aus elf Ländern, darunter Kambodscha, Thailand, Vietnam und Singapur, nehmen an Putins Treffen teil. Sie wollen über strategische Partnerschaften und mögliche neue Felder der politischen, wirtschaftlichen und humanitären Zusammenarbeit sprechen. Das Ziel des russischen Staatschefs ist es wohl vor allem, international weniger isoliert zu erscheinen.

ASEAN - für "Association of Southeast Asian Nations" - der Verband Südostasiatischer Nationen, entstand 1967 in Bangkok. Ziel war es, regionale Friedensbemühungen zu fördern und das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen. Weitere ASEAN-Mitglieder sind Myanmar, die Philippinen, Timor-Leste, Laos, Malaysia, Indonesien und Brunei.

Was Putin zum ASEAN-Russland-Gipfel erklärt

In einer Grußbotschaft an seine Gäste erklärte Wladimir Putin, das Treffen markiere den 35. Jahrestag der Beziehungen zwischen ASEAN und Russland. Und er skizzierte zentrale Themen der Beratungen.

"Heute stehen wir vor neuen Aufgaben“, sagte Putin. "Dazu zählen die schnelle Einführung digitaler Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz und der Aufbau robuster digitaler Plattformen.“

Und Russlands Machthaber weiter: "Großes Potenzial sehen wir auch in den Bereichen Energie- und Ernährungssicherheit, beim Austausch moderner Technologien und bei der Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie sowie im Verkehrs- und Logistiksektor.“

Dabei steht Russlands Präsident wegen der Drohnenangriffe der Ukraine vor allem gegen den Energiesektor inzwischen auch innenpolitisch unter Druck.

Fast gleichzeitig mit dem Treffen der G7 mit Selenskyj

In derselben Woche haben sich die G7-Staaten in Frankreich getroffen. Die Staats- und Regierungschefs sprachen dort über internationale Sicherheit und Frieden, Migration und Technologie. Zugleich sagten sie der Ukraine weiterhin ihre "unerschütterliche“ Unterstützung zu.

In einer gemeinsamen Erklärung vom G7-Gipfel in Évian-les-Bains kündigten die Regierungen Kanadas, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Japans, Großbritanniens und der USA an, den Druck auf Russlands Kriegswirtschaft weiter zu erhöhen.

"Wir werden unsere Sanktionen verschärfen, auch gegen den Öl- und Gassektor“, heißt es darin.

Weiter erklären die G7: „Wir halten dies für den richtigen Zeitpunkt, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, da Präsident Trump eine Vereinbarung erreicht hat, die wir unterstützen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen.“ Damit spielt die Erklärung auf das jüngst verkündete Abkommen des US-Präsidenten Donald Trump zur Beendigung des Krieges im Iran an. Die Unterzeichnung ist für Freitag in der Schweiz geplant.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf am Rande des Gipfels auch seinen wichtigsten G7-Partner - wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien - zu bilateralen Gesprächen.

In einem Beitrag in sozialen Netzwerken erklärte Selenskyj am Mittwoch, man habe sich auf eine "zusätzliche Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung“ und neue Maßnahmen gegen Moskau verständigt.

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