In Stade in Niedersachsen sind mehrere Menschen niedergeschossen worden. 6 Menschen wurden getötet. Die Einrichtung, in der die Gewalttat geschah, beherbergt Mutter-Kind-Wohngruppen. Der mutmaßliche Täter, der Vater eines Babys, wurde festgenommen.
Nach einer Schießerei in Stade sind sechs Menschen ums Leben gekommen.
Der Tatort war nach Angaben eines Polizeisprechers eine Jugendeinrichtung in der Innenstadt. Die Einrichtung bietet voll- und teilbetreute Wohngruppen für junge Mütter mit ihren Kindern an.
Nach neuesten Erkenntnissen war ein Sorgerechtsstreit um ein Baby Auslöser für die Gewalttat. Bei allen Opfern handelt es sich um Mitarbeiter der Jugendeinrichtung.
Drei Menschen wurden festgenommen, sagte ein Polizeisprecher, bei einem soll es sich um den mutmaßlichen Schützen handeln.
Ein Augenzeuge schilderte Focus Online, er habe gegen 12:15 Uhr aus der Richtung der Einrichtung laute Schreie gehört. Dann habe er gesehen, wie eine Frau gemeinsam mit einem jungen Mann in einem Auto saß, das offenbar vom Tatort wegfahren wollte. Ein Polizist habe laut "Anhalten, stehen bleiben" gerufen, doch das Fahrzeug sei weitergefahren. Daraufhin hätten mehrere Polizeibeamte das Feuer eröffnet; es seien mindestens 10 bis 15 Schüsse gefallen.
Vier Frauen und ein Mann starben noch am Tatort. Vier der Opfer erlagen ihren Verletzungen sofort, eine weitere Person starb trotz Reanimationsversuchen. Ein sechstes Opfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Die Polizeidirektion Lüneburg rief die Bevölkerung auf der Plattform X dazu auf: "Bitte meiden Sie das Gebiet!" Es bestehe jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung.
Festgenommen wurde der mutmaßliche Haupttäter, ein 45 Jahre alter Deutscher mit türkischen Wurzeln aus dem Raum Hannover. Er war der Polizei bereits bekannt, allerdings nicht wegen Gewaltdelikten.
Nach bisherigen Erkenntnissen ist der 45-jährige Tatverdächtige der Vater des Säuglings. Für den Tattag war ein Termin zum Sorgerecht vorgesehen. Mutter und Tochter lebten in dem Mutter-Kind-Heim.
Zwei weitere Frauen befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam und werden vernommen. Bei einer von ihnen handelt es sich nach Angaben der Polizei um die 34-jährige Mutter des Kindes. Auch die 55-jährige Fahrerin des Fahrzeugs wird derzeit befragt.