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Bis zu 40 Grad: Steht Deutschland vor der letzten große Hitzewelle des Jahres?

Ist die nächste Hitzewelle bereits die letzte des Jahres?
Ist die nächste Hitzewelle bereits die letzte des Jahres? Copyright  Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
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Von Sonja Issel & Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Deutschland steht erneut vor Tagen mit extremer Hitze. Am Freitag könnten am Oberrhein bis zu 40 Grad erreicht werden. Einige Meteorologen sehen allerdings Anzeichen dafür, dass die extreme Hitze danach nachlässt.

Deutschland rüstet sich für eine neue Hitzewelle. Bereits am Mittwoch steigen die Temperaturen deutlich. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird es tagsüber "im Norden und Nordosten heiter, sonst vielfach sonnig, trocken".

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Im Norden werden demnach 21 bis 26 Grad erwartet. Im restlichen Bundesgebiet, insbesondere im Südwesten, können die Temperaturen auf bis zu 33 Grad steigen, regional seien sogar 35 Grad möglich.

Der Freitag könnte dann zum heißesten Tag der Woche werden. Wie daswetter.com berichtet, sind am Oberrhein Spitzenwerte um 40 Grad möglich. Im übrigen Bundesgebiet könnten die Temperaturen auf 32 bis 38 Grad steigen. Selbst im hohen Norden werden demnach 33 bis 34 Grad erwartet.

Vor allem in den Ballungsräumen entlang von Rhein und Main könnte sich die Hitze zusätzlich stauen. Dort drohen erneut Tropennächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken.

Letzte Hitzewelle des Jahres?

Allerdings könnte es sich bereits um die letzte große Hitzewelle dieses Sommers handeln. So zumindest die Einschätzung des Klimatologen Karsten Brandt. Der BILD erklärte er, dass es in der kommenden Woche es zwar weiterhin warm bleiben dürfte, die Temperaturen sich jedoch bei 25 bis 28 Grad einpendeln könnten. "Ich gehe davon aus, dass es dann keine Extremwerte mehr gibt. Wir haben ja dann auch schon Mitte/Ende August" sagte Brandt.

Auch Meteorologe Dominik Jung geht im Gespräch mit der BILD davon aus, dass sich die Extremhitze rund um den 15. August aus Deutschland verabschieden könnte. Sommerlich warm dürfte es dennoch bleiben. Temperaturen von bis zu 30 Grad seien bis weit in den September hinein möglich.

Meteorologe Jan Schenk kommt zu einer ähnlichen Einschätzung. Im Gespräch mit dem Focus erklärte er, dass die Hitze zunächst anhalten werde. Ab der Monatsmitte könnte sich die Wetterlage jedoch verändern. "Ab dem 15. August nimmt die Temperatur dann doch merklich ab", so Schenk.

Trockenheit bleibt ein Problem

Sorgen bereitet Schenk weiterhin die anhaltende Trockenheit. "Richtiger Regen, kein Tröpfeln, würde der ausgedörrten Natur in diesem heißen Sommer helfen", sagte der Meteorologe.

Zumindest die Wahrscheinlichkeit für Gewitter steigt mit der Hitze. Bei entsprechenden Wetterlagen sei dies eine typische Entwicklung. "Wenn so eine Hitzeblase über uns rüberzieht, kommen am Ende immer Gewitter", erklärte Schenk. Seine Prognose fasst er so zusammen: "Hitze aus Westen, Gewitter hinterher."

Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit wirken sich inzwischen auch auf Deutschlands Flüsse aus. Besonders der Rhein sorgte in den vergangenen Tagen wegen niedriger Pegelstände für Schlagzeilen. Trotz zwischenzeitlicher Niederschläge dürfte sich die Situation zunächst kaum entspannen.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) erklärte am Dienstag: "Wir müssen davon ausgehen, dass die Niedrigwasserproblematik im gesamten August uns noch erhalten bleibt." Die Lage sei "wirklich weiterhin sehr angespannt". Zwar habe es einige Niederschläge gegeben, diese seien jedoch bei Weitem nicht ausreichend gewesen.

Zusätzlich kämpft Deutschland derzeit mit mehreren Waldbränden. Betroffen ist derzeit vor allem der Südwesten. In den kommenden Tagen könnte sich das auf zahlreiche weitere Regionen ausweiten. Für Freitag warnt der DWD fast flächendeckend in ganz Deutschland vor hoher Waldbrandgefahr.

Extremsommer in Europa

Der Extremsommer 2026 könnte mit der kommenden Hitzewelle eine weitere Rekord-Marke erreichen. Bereits im Juni und Juli wurde in Deutschland laut daswetter.com jeweils die 40-Grad-Marke überschritten. Sollten die Temperaturen auch im August 40 Grad erreichen, wäre diese Schwelle innerhalb eines einzigen Sommers in drei verschiedenen Monaten überschritten worden.

Deutschland steht mit der extremen Hitze nicht allein da. Auch andere Teile Europas kämpfen mit hohen Temperaturen und dadurch auch mit Trockenheit und Waldbränden.

Nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) registrierte die EU bis zum 30. Juli 2026 bereits 1.407 Waldbrände. Sie zerstörten fast 435.000 Hektar Land und verursachten schätzungsweise 17,98 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen.

Damit liegt die Bilanz zwar unter der Rekordsaison des Vorjahres, aber weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre. Mehrere EU-Staaten, darunter Portugal und Frankreich, haben aufgrund der Brände bereits das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert.

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